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Mittwoch, 01. April 2009 um 07:23 Uhr |
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Dix, Stuttgart
Das Kunstmuseum Stuttgart übernimmt das Anwesen auf der legendären Künstler-Halbinsel Höri als Außenstelle. Rund 1,5 Millionen Euro würden die Stadt Stuttgart, die Gemeinde Gaienhofen, der Kreis Konstanz sowie Stifter und Sponsoren in die Hände nehmen, um das vom Verfall bedrohte Haus zu retten, kündigte Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) am Dienstag an. Bis zum Sommer 2010 werde das gut 70 Jahre alte Anwesen saniert.
Nach Auskunft der Stadt verfügt das Kunstmuseum über die weltweit bedeutendste Dix-Sammlung. Der Künstler hatte bestimmt, dass Stuttgart zum Hort seines Nachlasses werden sollte. Otto Dix lebte von 1936 bis zu seinem Tod 1969 in Gaienhofen-Hemmenhofen auf Höri. Bautechnisch befinde sich sein Haus in einem sehr schlechten Zustand. Die Künstlerkolonie auf der Halbinsel Höri ist auch mit den Namen des Schriftstellers Hermann Hesse (1877-1962) und des Malers Erich Heckel (1883-1970) verbunden.
(Internet: www.otto-dix-haus.com)
Otto Dix - Großer deutscher Realist und Expressionist Stuttgart (dpa/lsw) - Der Maler und Grafiker Otto Dix wurde 1891 in Untermhaus bei Gera geboren, er starb 1969 im Alter von 77 Jahren in Singen am Bodensee. Der große Realist und Expressionist war der einzige deutsche Maler der Gegenwart, der sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik ausgestellt und offiziell geehrt wurde. Obwohl er im Westen lebte, reiste er regelmäßig in sein Atelier in Dresden. Er bestimmte, dass Stuttgart zum Hort seines künstlerischen Nachlasses werden sollte. Das Kunstmuseum Stuttgart verfügt nach Aussage der Stadt über die weltweit bedeutendste Dix-Sammlung.
Viele Dix-Arbeiten sind Anklagen gegen Krieg und Militarismus. Besonders der Erste Weltkrieg, den Dix als Soldat an der Front erlebte, hinterließ tiefe Spuren in seinem Werk. Dix attackierte die bürgerliche Gesellschaft. Er malte ausgemergelte Strichmädchen, vergnügungssüchtige Großstadtmenschen zwischen Luxus und Elend, Kriegskrüppel und Selbstmörder. 1934 erließen die Nazis gegen ihn ein striktes Ausstellungs- und Malverbot. Viele seiner Werke wurden aus den Galerien verstoßen, als «entartete Kunst» diffamiert und meist verbrannt. Daraufhin ging er in innere Emigration und suchte Zuflucht am Bodensee.
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