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Donnerstag, 02. April 2009 um 07:43 Uhr |
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Magritte, Museum
Rund 200 Bilder sowie zahlreiche Dokumente zu Leben und Werk des bedeutenden Künstlers werden vom 2. Juni an in einem historischen Palais im Herzen der belgischen Hauptstadt zu sehen sein. Dies teilten Sprecher des neuen Brüsseler Museums am Dienstagabend in Köln mit. Nebenden Gemälden Magrittes aus allen Schaffensperioden zwischen seinen frühen kubistischen Motiven und den akribisch gemalten, oft beunruhigenden Traum-Szenen der 50er Jahre werden auch wenig bekannte Arbeiten des Werbegrafikers und Fotografen Magritte ausgestellt.
Das Museum der Schönen Künste, dem das neue Magritte-Museum angegliedert ist, sowie die Stiftung Magritte besitzen weltweit die größte Sammlung zum Werk des Surrealisten, der zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts zählt, sagte Prof. Frederik Leen als Kurator für Moderne Kunst an dem Brüsseler Museum. Leihgaben aus Privatbesitz wie etwa von der Witwe des Künstlers ergänzten die Museums-Präsentation.
In den seit den späten 20er Jahren entstandenen surrealen Gemälden Magrittes verschmelzen Traum und Realität. In anderen Motiven wie dem mehrfach gemalten Bild «Dies ist keine Pfeife» erforscht der Künstler das Verhältnis von Wirklichkeit, Abbild und Sprache. Mit diesem eigenwilligen Oeuvre sei Magritte stets «ein Querkopf» in der Kunstszene seiner Zeit gewesen, erklärte Leen.
Als neues Magritte-Museum ist das noble Altenloh-Palais an der Place Royal für rund 5,5 Millionen Euro umgestaltet worden. Zu den wichtigsten Museums-Exponaten gehören weltbekannte Gemälde wie «Das Reich des Lichts» (1954) mit seiner magischen Hell-Dunkel-Wirkung oder der in einem blau-weißen Wolkenhimmel verschwindende Frauenakt «Die Schwarze Magie» von 1945.
Außer zwei traditionsreichen Gaststätten als Magrittes Lieblingslokale bleibe für die Fans des Malers auch dessen bescheidenes Wohnhaus in einem Vorort Brüssels geöffnet, sagte Kunstexperte Leen. Dort hatte der Pionier des Surrealismus fast 25 Jahre lang betont bürgerlich mit Frau und Hund gelebt: Im Esszimmer ist mit rund 800 Bildern ein Großteil seines Lebenswerkes entstanden.
(Internet: www.musee-magritte-museum.be)
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