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Donnerstag, 02. April 2009 um 07:46 Uhr |
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Ausstellung, Porträt
Die rund 30 Exponate stammen aus Beständen des Museums und zeigen die Entwicklung dieses künstlerischen Genres, aber auch die Veränderungen im Verständnis von Familie, teilte das Museum am Mittwoch mit. Das wohl bekannteste Familienbild in der Ausstellung ist Edvard Munchs Gemälde «Die Söhne des Dr. Max Linde» aus dem Jahr 1903. Die Ausstellung ist vom 3. April bis zum 6. September zu sehen.
Die Palette reicht von der idyllischen Genreszene mit Mutter und Großmutter, die ein Baby in der Wiege bewundern, bis zum Porträt eines älteren kinderlosen Ehepaares, bei dem spielende Hunde den eigenen Nachwuchs ersetzen. «Die Bilder spiegeln auch wider, wie sich der Stellenwert der Kinder im Lauf des 19. Jahrhunderts verändert hat. Ihnen wurde im Lauf der Zeit eine eigene Lebenssphäre zuerkannt, in der sie spielen und lernen durften», sagte der Leiter des Museums, Alexander Bastek, am Mittwoch. So finden sich gegen Ende des 19. und im frühen 20. Jahrhundert vermehrt Darstellungen, auf denen Kinder nicht mehr im Familienverbund, sondern als eigenständige Persönlichkeiten mit individuellem Charakter zu sehen sind.
In der Ausstellung werden auch Bilder gezeigt, die sonst im Depot lagern. «Wir folgen damit einem bundesweiten Trend der Museen, sich verstärkt auf die eigenen Bestände zu besinnen, statt große Ausstellungen mit Eventcharakter zu veranstalten», sagte der geschäftsführende Direktor der Lübecker Museen, Hans Wißkirchen.
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