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Sonntag, 05. April 2009 um 12:00 Uhr |
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Moholy-Nagy, Künstlers
Von diesem Sonntag an werden 170 Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers gezeigt, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Die Arbeiten aus den Jahren 1917 bis 1923 werden nach Angaben von Kurator Hans-Dieter Mück im Bauhaus-Jahr erstmals öffentlich präsentiert. Den größten Teil der Ausstellung bilden Feldpostkarten, die Moholy-Nagy im Ersten Weltkrieg als Offizier der österreichisch-ungarischen Armee zeichnete. Der gebürtige Ungar kam 1923 an das Bauhaus nach Weimar, dessen Gründung vor 90 Jahren derzeit vielfältig gefeiert wird.
Moholy-Nagy hatte während seiner Stationierung in Galizien 1916/17 damit begonnen, seine Kriegskameraden und Vorgesetzten sowie galizische Bauern auf der Rückseite von Feldpostkarten zu porträtieren. Nach seiner Verwundung im Sommer 1917 hielt er im Lazarett die Schrecken des Krieges in expressiven Zeichnungen fest. Zweiter Schwerpunkt der Ausstellung sind die Berliner Jahre des Künstlers, der von 1920 bis 1923 in der deutschen Metropole lebte und dort die geistige Atmosphäre für seine konstruktivistischen Experimente, Collagen und Fotogramme fand. In Berlin wurde Bauhaus- Gründer Walter Gropius auf Moholy-Nagy aufmerksam.
Die in Apolda ausgestellten Arbeiten stammen überwiegend aus Sammlungen in Ungarn und von der Tochter des Künstlers. Zu sehen sind sie bis zum 21. Juni.
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