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Mittwoch, 08. April 2009 um 07:36 Uhr |
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Worpswede, Künstlerdorf
«Ich verspreche Dir, dass ich mich gemeinsam mit Dir für den Erhalt von Worpswede einsetzen werde», sagte Steinmeier am Montagabend im Berliner Willy-Brandt-Haus bei der Eröffnung der Ausstellung «Ein Bürger für Brandt. Der politische Grass» über das Wahlkampf-Engagement des Autors der «Blechtrommel» für Willy Brandt seit 1965.
Die Ateliers in seinem Heimatland Niedersachsen für die internationalen Künstlerstipendiaten in Worpswede sollen geschlossen werden, damit das Künstlerdorf zu einer «touristischen Premiummarke» werden könne, meinte Steinmeier. «Das ist genau der falsche Weg. Hier stehen einmal wieder wirtschaftliche Aspekte vor den kulturellen und hier wird kulturelles Unverständnis zur politischen Leitlinie.» Der 81-jährige Grass nannte die Pläne «ein Beispiel mehr für Geschichts- und Kulturvergessenheit» in Deutschland. Worpswede sei ein Ort, wo Künstler von europäischem Rang wie Paula Modersohn-Becker gewirkt hätten. «Wir dürfen es nicht zulassen, das dieser Ort planiert wird.»
Hintergrund sind Pläne von Niedersachsens Kulturminister Lutz Stratmann (CDU), dem Künstlerdorf am Rande des Teufelsmoores die Stipendien-Fördergelder zu streichen und stattdessen nach Lüneburg zu vergeben. Seit 30 Jahren kommen Künstler aus aller Welt nach Worpswede und werden finanziell gefördert.
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