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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Magier der Mehrdeutigkeit: Von Arcimboldo bis Dalí PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 08. April 2009 um 07:48 Uhr

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Ausstellung, Mehrdeutigkeit

 

Unter dem Titel «Ein Bild kann ein anderes verbergen» zeigt das Grand Palais von diesem Mittwoch an bis zum 6. Juli rund 250 Werke großer Magier der Mehrdeutigkeit, darunter Salvador Dalí, René Magritte und Giuseppe Arcimboldo. Es ist eine der umfangreichsten Ausstellungen, die dem Phänomen der Mehrdeutigkeit von Bildern bisher gewidmet wurde und sich nicht nur auf die Kunstgattung Malerei beschränkt, sondern auch mit ambigen Bildern in der Fotografie und Bildhauerei spielt.

Das bunte Rätselraten beginnt mit den berühmten «Cups 4 Picasso» des amerikanischen Pop-Art Künstlers Jasper Johns aus dem Jahr 1939. Was ist auf dieser fünffarbigen Lithografie zu sehen? Die schemenhaft dargestellten Profile Picassos oder doch eher ein Pokal? Gleich daneben drei blaue Porzellanvasen des Schweizer Künstlers Raoul Marek, deren Umrisse vor dem Hintergrund der Wand das Profil zweier Personen, Mann, Frau oder Kind, annehmen.

In einer Ausstellung über mehrdeutige Bilder, ein Phänomen, das in der Kunst immer wieder zu ganz unterschiedlichen Zeiten auftritt, darf natürlich der italienische Maler Arcimboldo mit seinen fantastischen Gesichtern und Körpern aus Gemüse und Obst nicht fehlen. Sein umkehrbarer Kopf mit Fruchtkorb erlaubt jedoch gleich mehrere Lesarten. Aus der Nähe ist Gemüse zu erkennen, von weitem ein Kopf. Und wenn man das Bild umgekehrt herum betrachtet, wird dieser Kopf zu einem Fruchtkorb.

Die Werke Arcimboldos und Dalís gehören zu den leichteren Bilderrätseln. Schwieriger wird es bei Paul Gauguins «Über dem Abgrund». Auf diesem Werk aus dem Jahr 1888 ist auf den ersten Blick eine Landschaft zu sehen, die an die bretonische Küste erinnert: Eine Kuh, die dem Meer abgewandt ist, orangefarbene Getreideschober und ein Boot, dass das Segel Richtung offenes Meer setzt. Doch auf den zweiten Blick wird das schäumende Meer zu einer menschlichen Figur, in der Jean-Hubert Martin, der Hauptkurator der Ausstellung, das Selbstporträt des französischen Künstlers mit Baskenmütze sieht.

Bei vielen Werken, wie dem Gauguins, ist die Mehrdeutigkeit nur schwer zu erkennen. «Wir wollen es dem Besucher bewusst nicht zu leicht machen. Er soll so dazu angeregt werden, seinen Wahrnehmungsreiz anzustrengen», meinte Ko-Kurator Dario Gamboni. Bei einigen Exponaten wie den «Muscheln» des Belgiers James Ensor waren sich nicht einmal die Kuratoren einig darüber, wo genau nun das Gesicht in der Darstellung des Sammelsuriums an Schalentieren zu erkennen sei. Die Ausstellung ist fast zu umfassend. Vor allem die anthropomorphen Landschaftsdarstellungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert erdrücken, deren Felsen beim zweiten Blick zu Gesichtern oder Körpern werden. Der letzte Saal lockert die Ausstellung wieder auf. Er ist dem Berner Künstler Markus Raetz und seinen dreidimensionalen Skulpturen gewidmet, die sich je nach Blickwinkel in einen Mann mit Melone oder einen Hase verwandeln. Nur wer seine Buchstaben-Skulptur «Crossing» auch wirklich einmal umrundet entdeckt, wie schnell aus Y E S ein N O wird. (www.rmn.fr)



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