| Barock-Porträt entpuppt sich als Jordaens-Gemälde |
|
|
|
| Montag, 13. April 2009 um 15:31 Uhr | ||
Jordaens, Frauenbildnis, Galerie, Rubens
Ein bisher dem Atelier von Rubens zugerechnetes Frauenbildnis entpuppte sich jetzt als Öl-Studie von der Hand Jordaens`. Dies teilte am Donnerstag das Bonnefanten-Museum in Maastricht mit. Dort ist Bild bis zum 14. Juni erstmals öffentlich in einer Ausstellung zu sehen. Das gut 45 mal 65 Zentimeter große Gemälde zeigt ein Frauengesicht in drei verschiedenen Stimmungen. Der Antwerpener Jordaens zählt mit Peter Paul Rubens und Antonis van Dyck zu den wichtigsten Malern des flämischen Barock. Das auf Holz gemalte Werk «Drei Studien einer jungen Frau» sei wohl um 1616 entstanden und war im vergangenen Jahr noch als Rubens- Werk auf einer Auktion in Amsterdam angeboten worden. Zuvor war es über ein halbes Jahrhundert lang in Privatbesitz und nie gezeigt worden. Bei der Versteigerung in den Niederlanden erwarb es im vergangenen Jahr die Galerie David Koetser in Zürich. Schon damals habe der Galerist vermutet, dass es ein Jordaens war, sagte eine Galerie- Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa. Rubens-Experten hätten wenig später diese Einschätzung bestätigt und auch auf der Maastrichter Kunstmesse TEFAF sei die Studie kürzlich als Jordaens von den Sachverständigen akzeptiert worden. «Es war im Prinzip eine Entdeckung», sagte die Galerie-Sprecherin. Ein vollendetes Gemälde des Barockmeisters, für das die Neuentdeckung möglicherweise eine Vorstudie war, ist nach Auskunft der Züricher Galerie nicht bekannt. Nach der Ausstellung «Jordaens - Die Entstehung eines Meisterwerkes» stehe das dreifache Frauenbildnis für 680 000 Euro zum Verkauf. (Internet: www.bonnefanten.nl und www.koetsergallery.com) |
























































