| Künftiger Gottorf-Direktor: Ausstellung umbauen |
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| Dienstag, 14. April 2009 um 06:52 Uhr | ||
Fitschen, Gottorf, Bremen
«Wir sollten künftig die Geschichte von Kunst und Kultur in Schleswig-Holstein anders erzählen und aufbereiten», sagte Fitschen in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der 43 Jahre alte Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses in Bremen übernimmt zum 15. September die Nachfolge von Herwig Guratzsch, der den Posten auf Schloss Gottorf neun Jahre lang innehatte. Der 64-Jährige geht Ende Mai in den Ruhestand. Er kenne Gottorf bereits länger, für weitere Einzelheiten sei es aber zu früh, betonte Fitschen. «Es ist wahrscheinlich einer der schönsten, anstrengendsten und herausforderndsten Jobs im Norden», betonte er. Gottorf sei das kulturelle Aushängeschild für die Gäste Schleswig-Holsteins. «Wir müssen die Sammlung so präsentieren, dass die Leute sehen: Das ist ein tolles Land.» Der derzeitige Stand in Bezug auf Auswahl der Stücke und Gestaltung der Sammlung reiche dafür nicht mehr aus. Angesichts der angespannten Haushaltslage seien Finanzspritzen des Landes allerdings nicht zu erwarten. «Meine Aufgabe wird auch sein, in stärkerem Maße privates Geld zu akquirieren.» Im Gerhard-Marcks-Haus in Bremen kämen mittlerweile rund 40 Prozent der Mittel aus privater Hand. Fitschen zeigte sich zuversichtlich, auch auf Schloss Gottorf den Anteil erhöhen zu können. In Bremen sei sein Entschluss, nach Schleswig-Holstein zu gehen, überrascht aufgenommen worden, betonte Fitschen. Das Gerhard-Marcks-Haus (Marcks hat die Bremer Stadtmusikanten geschaffen) beschäftigt sich mit der Bildhauerei vor allem nach 1945. Als letzte von Fitschen begleitete Ausstellung wird dort von Mai bis Juli eine Schau des jüdischen Künstlers Joseph Semah zu sehen sein, der sich «im Spannungsfeld zwischen christlicher und jüdischer Tradition bewegt». Das Museum werde dann von Juli an für umfassende Renovierungsarbeiten geschlossen. Bis zum 21. November wird eine Klimaanlage und eine neue Heizung eingebaut. «Es ist mir ein persönliches Anliegen, das möchte ich zum Abschluss bringen», erklärte Fitschen seinen langen Vorlauf bis zum Wechsel nach Gottorf. Gespräch: Timo Lindemann, dpa Internet: www.schloss-gottorf.de www.marcks.de |
























































