| Preußenstiftung für Rückgabe von NS-Raubkunst |
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| Mittwoch, 15. April 2009 um 07:30 Uhr | ||
Restitution, Stiftung, Parzinger
Die Restitution von Kunstwerken aus einst jüdischem Besitz stehe nicht zur Disposition, erklärte Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Dienstag in Berlin. Die Preußenstiftung werde weiter Provenienzrecherche betreiben und in begründeten Einzelfällen von den Nationalsozialisten gestohlenes Kulturgut aus eigenen Beständen zurückgeben. Parzinger bezog sich dabei auf den britischen Kunsthistoriker Norman Rosenthal, der ein Ende der Restitution gefordert hatte. Eine «Schlussstrich-Debatte» dürfe es nicht geben, betonte Parzinger. Ohne das großzügige Mäzenatentum der Juden vor 1933 würde es heute die Sammlungen und Bestände in Museen, Bibliotheken und Archiven der Stiftung nicht geben. Seit 1999 habe die Stiftung in 29 Fällen über Restitutionsbegehren entschieden, in 22 Fällen sei dem Ersuchen entsprochen worden. In einem «Spiegel»Interview hatte Rosenthal gesagt, hinter vielen Rückgabeforderungen gebe es rein finanzielle Interessen. Vergangenheitsbewältigung dürfe nicht zu Lasten der Kunst geschehen, es sei schade, «wenn Werke plötzlich aus der Öffentlichkeit, aus der Sichtbarkeit verschwinden», sagte der langjährige Kurator der Royal Academy in London dem «Spiegel». Er verstehe, dass sich viele Museumsdirektoren nicht nur in Deutschland gegen Restitutionsansprüche wehren. |
























































