| Düsseldorfer Beuys-Kopf an Stadtrand verbannt |
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| Donnerstag, 16. April 2009 um 06:49 Uhr | ||
Beuys, Steinkopf, Kopf
Ein riesiges Granit-Porträt zu Ehren des Kunst-Stars Joseph Beuys (1921-1986), das in der nordrhein- westfälischen Landeshauptstadt zu heftigen Kontroversen führte, soll nun unmittelbar jenseits der Stadtgrenze aufgestellt werden. Dies sagte am Mittwoch der Kulturdezernent des benachbarten Rhein- Kreises-Neuss, Tillmann Lonnes. Der von dem Bildhauer und Beuys- Schüler Anatol (78) geschaffene Kopf von zwölf Tonnen Gewicht hatte zunächst am Rheinufer im Zentrum Düsseldorfs seinen Platz finden sollen. Doch der Kulturausschuss der Stadt «kippte» den monumentalen Steinkopf im vergangenen Sommer, nachdem zuvor ein kommunaler Kunstbeirat die Qualität des Denkmals als «nicht ausreichend» bezeichnet hatte. Der Stein des Anstoßes werde weder Beuys noch dem hohen Ruf Düsseldorfs als Kunststadt gerecht, hatten die Experten kritisiert. Nun wird der von manchen ungeliebte Kopf mit den eingemeißelten Gesichtsszügen des weltbekannten Künstlers einige Kilometer weiter stromab auf dem Territorium des Rhein-Kreises Neuss seine Bleibe finden, meinte der zuständige Kulturdezernent. «Die Gespräche sind zwar noch nicht am Ende, aber es sieht gut aus», sagte Lonnes der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach diesen Planungen würde dann der steinerne Joseph Beuys mit Blick auf den Rhein direkter Nachbar des TV-Werbestars Verona Pooth. Bildhauer Anatol hatte den Steinkopf zunächst am linken Rheinufer unweit des Wohnhauses von Beuys aufstellen wollen. Von hier aus hatte er seinen Lehrer 1973 mit der Kunst-Aktion «Heimholung des Joseph Beuys» in einem Einbaum paddelnd über den Fluss in die Kunstakademie gebracht. Die Aktion war Höhepunkt des Studenten-Protestes gegen den Rausschmiss, mit dem sich Johannes Rau als damaliger Wissenschaftsminister Nordrhein-Westfalens gegen die dauernden Widerborstigkeiten des Hochschulprofessors Beuys gewehrt hatte. |
























































