| Schau in Bremen zeigt die 100 besten Plakate |
|
|
|
| Freitag, 17. April 2009 um 21:56 Uhr | ||
Plakat, Ausstellung
Doch sie sind nicht nur Werbung, sondern auch Kunstform. Davon können sich Besucher von diesem Freitag an im Bremer Wilhelm Wagenfeld Haus überzeugen, das als einziges Museum im Nordwesten die 100 besten Plakate aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus dem Jahr 2007 in einer Ausstellung zeigt. Zu sehen sind die Gewinner des wohl bedeutendsten Wettbewerbs für Plakatgestaltung im deutschsprachigen Raum, die der Berliner Verein «100 beste Plakate» seit 2001 jährlich aus Tausenden eingereichten Entwürfen auswählt. Unter den in der Ausstellung gezeigten Plakaten befinden sich sowohl Werke von namhaften Designbüros als auch von Kunststudenten, die auf außergewöhnliche Weise für Produkte, Kultur und Wissenschaft werben. Die Universität Halle lockt Studenten zum Beispiel mit dem Spruch «Hier hast Du Technologievorsprung und Tradition» zusammen mit dem Bild von drei Männern, die einen Trabi schieben. Ein Plakat der Staatsoper Stuttgart wirkt, als hätte jemand mit Fingerfarbe und Wachsmalkreide eine Wand beschmiert. Und ein Mann mit stattlichem Schnurrbart wirbt für einen Nasenhaarschneider - nur dass sich der Bart auf den zweiten Blick als unerwünschte Nasenhaarpracht entpuppt. Es sei «eine kleine, feine Auswahl», die veranschauliche wie wichtig das Plakat als ältestes Informationsmedium heute immer noch sei, sagte die Geschäftsführerin des Wilhelm Wagenfeld Hauses, Beate Manske. «Die digitalen Medien haben ihren Eindruck hinterlassen.» Dennoch hätten sie das Plakat nicht verdrängt, sondern seien eine Bereicherung für die Bildsprache. Dieser Aspekt findet sich auch in der Ausstellungskonzeption wieder, die von Studenten der Kunsthochschule Kassel stammt. Sie ließen die Plakate auf Quader drucken, die sie in Gruppen zusammenstellten und übereinanderstapelten. «Man kann jedes Plakat einzeln betrachten, aber auch den Blick weiten und sehen, wie es in der Gruppe wirkt», erklärt Studentin Sandra Gregor. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. August zu sehen. |
























































