| «Blauer Reiter» kommt nach Baden-Baden |
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| Dienstag, 21. April 2009 um 20:56 Uhr | ||
Burda, München
«Es ist die umfangreichste Leihgabe, von Werken des "Blauen Reiter", die wir je gemacht haben», sagte der Direktor des Lenbachhauses, Helmut Friedel, am Dienstag in München. Rund 80 Werke, darunter «Bilder, die zu den Kernstücken der Sammlung gehören», sollen bis zum 11. Oktober in Baden-Baden zu sehen sein. Bis zum Abschluss der Renovierung des Lenbachhauses in etwa drei Jahren solle der «Blaue Reiter» auch im Ausland gezeigt werden, kündigte Friedel an. «Es wird keine weitere Präsentation in Deutschland geben.» Einzelheiten könne er aber noch nicht nennen. Burda sagte, er freue sich, seinen lange gehegten Wunsch verwirklichen und die Bilder des «Blauen Reiter» in seinem Haus zeigen zu können. Die Ausstellung sei durch einen langjährigen Kontakt möglich geworden; Burda hatte über Jahre eine Reihe seiner wichtigsten Gemälde unter anderem von Gerhard Richter nach München ausgeliehen. «Das Lenbachhaus besitzt die beste Sammlung der Kunst des "Blauen Reiter" auf der Welt», sagte der Kunstsammler, dessen von dem Architekten Richard Meier gestaltetes Museum seit der Eröffnung 2004 rund 800 000 Menschen besucht haben. Zu den Leihgaben aus München sollen unter anderem Franz Marcs «Blaues Pferd», Alexej von Jawlenskys «Meditation», August Mackes «Promenade» und Gabriele Münters «Jawlensky und Werefkin» gehören. Darüber hinaus werden Fotos von Münter gezeigt, die bisher nur in einer Schau in München zu sehen waren. Friedel, der Kurator der Ausstellung im Frieder Burda Museum ist, betonte, das Lenbachhaus sehe es als Verpflichtung, die «Bilder auf die Reise zu schicken, sofern dadurch ein künstlerischer Mehrwert erzeugt wird». Es gehe nicht nur darum, «dass man den Leuten die Reise nach München erspart». Habe man die Bilder in anderen Räumen gesehen, verändere sich das Werk für das eigene Auge. Burda, der selbst rund 800 Werke besitzt, sagte: «Bilder leben ja. Das ist keine tote Materie.» Die Städtische Galerie im Münchner Lenbachhaus hatte wegen einer dringend nötigen Generalsanierung im März nach dem Ende der Kandinsky-Ausstellung ihre Pforten geschlossen, die Werke wurden zunächst in Depots gebracht. Der britische Stararchitekt Norman Foster als Spezialist für historische Gebäude soll das Haus umbauen, sanieren und erweitern. Der Umbau der gelben Villa des Münchner Malers Franz von Lenbach soll 56 Millionen Euro kosten. |
























































