| Lüpertz-Ausstellung mit 80 Totenschädel-Bildern |
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| Samstag, 25. April 2009 um 16:04 Uhr | ||
Lüpertz, GöhrMit der Schau «Skulls» verabschiedet sich der selbst ernannte «Malerfürst» von seinem Posten als Düsseldorfer Kunstakademie-Direktor in den Ruhestand. Lüpertz beende nach 20 Jahren Rektorat mit seinem Ausscheiden Ende Juni eine Epoche, sagte Galerie-Leiter Siegfried Gohr am Donnerstag. An seinem neuen Wohnort in Berlin wolle Lüpertz eine private Kunstschule eröffnen. Die seit den 1980er Jahren entstandenen Arbeiten Totenkopf-Werke sind bis zum 21. Juni zu sehen. Der Tod sei von Anbeginn ein wichtiger Aspekt im Werk von Lüpertz gewesen, sagte Gohr. «Er ist sein obsessionelles Thema.» Die motivische «Besessenheit» des 1941 im tschechischen Liberec geborenen und 1948 nach Westdeutschland übergesiedelten Künstlers, der für seinen neo-expressionistischen Stil bekannt ist, sei zugleich eine «Beschwörung»: «Es ist eine Näherung an den Tod, um umso intensiver zu leben.» Zu den jüngst entstandenen Arbeiten gehört ein Ensemble kleinformatiger Totenschädel-Bilder unter dem Titel «Nachtklang». In den Gemälden mit dem auf einem Klavier platzierten Totenkopf komme die zum Vanitas-Motiv gehörende Melancholie zum Ausdruck, meinte Galerie-Leiter Gohr - etwa das mit dem Älterwerden zunehmende Bewusstsein des «Kräfteschwunds». Von viriler Kraft, Potenz und Stärke spricht dagegen ein Bild der späten 1980er Jahre: «Große Kerze» heißt die Darstellung, in der es phallisch lodert. Neben Werken, in denen Lüpertz einen «Totentanz» als Stillleben aus Schädel, Laute und Ratte arrangiert, oder Bildern, die morbid-sarkastisch «Tod küsst Lunge» heißen, ist auch eine aktuelle «Kreuzigung» zu sehen: Ein hochaufragender «Pfahl», an dessen Fuß ein gemalter Schädel in einer angedeuteten Landschaft aufscheint, während blutrote Flecken auf dem Querbalken prangen. Internet: www.kunstakademie-duesseldorf.de |
























































