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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Die Landschaft als Spiegel der Seele - van Gogh in Basel PDF Drucken E-Mail
Samstag, 25. April 2009 um 16:15 Uhr

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Auvers, Gogh

 

Damit widme sich das Kunstmuseum Basel als erstes Haus überhaupt diesem Aspekt, sagt Museumsdirektor Bernhard Mendes Bürgi am Donnerstag. Die einzigartige Schau, zu der bis zum 27. September etwa eine halbe Million Besucher erwartet werden, sei das Highlight in Basels Kulturkalender 2009. Zu sehen ist unter anderem eins von van Goghs berühmtesten Werken, «Zypressen» aus dem Jahr 1890, eine Leihgabe des New Yorker Metropolitan Museum of Art.

Landschaften bilden den größten Teil von van Goghs Werk. Der 1853 in einer niederländischen Pfarrersfamilie geborene Vincent entscheidet sich nach wenig erfolgreichen Tätigkeiten als Kunsthändler und Hilfsprediger um 1880, Künstler zu werden. Ihm bleiben nur zehn Jahre Zeit für sein Oeuvre. 1890 nimmt sich der Maler, der immer wieder von schweren psychischen Krisen heimgesucht wird, in Auvers in Nordfrankreich, das Leben. In der Zwischenzeit schafft er etwa 860 Gemälde.

Van Gogh hatte zunächst mit dem Sujet der Landschaftsmalerei gerungen, wollte sich eher dem Porträt und der Figur widmen, was ihm als die würdigere Aufgabe erschien. Die Natur, ihr Rhythmus, das Zyklische, ließen ihn jedoch nicht los. Die 70 chronologisch gehängten Basler Exponate, darunter auch in der Öffentlichkeit bislang kaum bekannte Bilder, zeigen seine künstlerische aber auch seine seelische Entwicklung, Landschaften werden zunehmend zu Seelenlandschaften. Das macht die Ausstellung in überzeugender Weise deutlich.

Während er sich in seinen frühen Werken, von der Haager Schule inspiriert, mit der Natur in dunklen, erdigen Tönen auseinandersetzt («Herbstlandschaft», 1885), werden die Farben nach dem Kontakt mit den Pariser Impressionisten lichter («Blick auf Paris vom Montmartre», 1886), um im südfranzösischen Arles so intensiv zu leuchten, dass das Motiv hinter ihnen zurückzutreten scheint («Weizenfeld mit Korngarben», 1888). Van Gogh befindet sich im Spannungsfeld zwischen der niederländischen und der französischen Tradition, das er auf seine Weise auflöst. Damit weist er, so Bürgi, weit ins 20. Jahrhundert voraus.

Seine letzten beiden Schaffensphasen in der Heilanstalt in Saint- Remy und bei Doktor Gachet, einem befreundeten Arzt, in Auvers sind gekennzeichnet durch eine noch stärkere Dynamik und Erregung im Pinselstrich, die nicht zuletzt in Wirbeln und Strudeln ihren Ausdruck finden («Der Irrenhausgraten von Saint-Rémy», 1889). Von Mai bis Juli 1890 entsteht in Auvers eine fulminante Serie von 75 Bildern, darunter der «Garten in Auvers», bei dem van Gogh die Horizontlinie außerhalb des Bildes verschoben hat. Neben den Werken van Goghs sind in der Schau 14 Landschaften berühmter Zeitgenossen zu sehen. Die Gemälde von Cézanne, Gauguin, Monet, Pissaro und Renoir sollen van Goghs bahnbrechende Auseinandersetzung mit der Natur verdeutlichen.

Die Ausstellung macht die intensive Verbundenheit van Goghs mit den ihn umgebenden Landschaften deutlich und soll einen neuen Zugang zu seiner Kunst ermöglichen. Das ist dem Basler Museum mit seiner Konzeption eindeutig gelungen. Dafür spricht auch, dass fünf allein Schulklassen vorbehaltene Montage bereits komplett ausgebucht sind.

Internet: www.vangogh.ch



Tags: van  goghs  auvers  landschaften  gogh  abstrakte kunst  
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