| Landesmuseum Münster muss Raubkunst zurückgeben |
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| Samstag, 25. April 2009 um 16:40 Uhr | ||
Museum, Raubkunst
Bei dem Kunstwerk «Morgendämmerung» (um 1820) handele es sich «eindeutig» um NS-Raubkunst, sagte der Leiter des Museums, Hermann Arnhold, den «Westfälischen Nachrichten» (Münster, Freitagsausgabe). Das Museum will der Empfehlung der für die Restitution von NS-Raubkunst zuständigen Bundesvermögensverwaltung, das Bild an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, nun umgehend nachkommen, berichtet die Zeitung weiter. Das Kunstwerk gehörte dem jüdischen Kunstsammler Julius Freund, der 1939 mit seiner Frau nach Großbritannien emigrierte. Nach dessen Tod musste seine Frau die Sammlung auflösen, um ihre Existenz zu sichern. In den 1960er Jahren gelangte das Blechen-Bild als «Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland» mit unbekannter Herkunft nach Münster. Die Nachfahren von Julius Freund leben heute in den USA. Das Museum habe inzwischen Kontakt zu den Erben aufgenommen, so Arnhold. In Kürze soll es zu einem Treffen kommen, bei dem das Museum versuchen will, das Bild für Münster zu erhalten. So sei es denkbar, dass das Museum das Gemälde zurückkauft oder es als Dauerleihgabe ausstellt. Bereits 2000 musste das Landesmuseum ein Raubkunst-Gemälde an die rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Ein Jahr darauf erwarb es Oswald Achenbachs «Italienische Landschaft» (um 1845) auf dem Kunstmarkt zurück. Das Bild stammte aus der Sammlung des im Konzentrationslager Theresienstadt ermordeten Breslauer Kaufmanns Max Silberberg. |
























































