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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Herkunft möglicher NS-Raubkunst erforscht - Museum gibt Gemälde ab PDF Drucken E-Mail
Samstag, 25. April 2009 um 17:03 Uhr

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Bild, Museum


Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf und das Folkwang- Museum in Essen erhalten Geld für die Provenienzforschung, mit der eine problematische Herkunft von Kunstwerken etwa aus dem Besitz verfolgter jüdischer Sammler näher erforscht werden soll. Aus dem Haushalt von Kulturstaatsminister Bernd Neumann fließen insgesamt 900 000 Euro in bundesweit 17 Rechercheprojekte an Museen, Bibliotheken und Archive, hieß es in Berlin.

In Nordrhein-Westfalen sind bislang unter anderem in Museen in Duisburg, Wuppertal und Köln Kunstwerke identifiziert worden, die in der NS-Zeit von ihren jüdischen Eigentümern unter Zwang verkauft werden mussten.

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster hat nach längeren Untersuchungen ein Gemälde aus seinem Bestand als Raubkunst eingestuft. Das Bild des Romantikers Carl Blechen solle zurückgegeben werden, sagte Museumsleiter Hermann Arnhold am Freitag und bestätigte einen Bericht der «Westfälischen Nachrichten» vom selben Tag. Das Bild befindet sich im Besitz des Bundes und ist eine Dauerleihgabe an das Museum. Arnhold sagte, in dem Museum befänden sich insgesamt 40 Werke mit ungeklärter Herkunft - alle diese Arbeiten seien Dauerleihgaben der öffentlichen Hand. Insgesamt verfügt das Museum über einen Bestand von 2600 Gemälden.

Im Falle des Bildes von Blechen will das Museum der Empfehlung der für die Restitution von NS-Raubkunst zuständigen Bundesvermögensverwaltung, das Bild an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben, folgen. Das Kunstwerk gehörte dem jüdischen Kunstsammler Julius Freund, der 1939 mit seiner Frau nach Großbritannien emigrierte. Nach dessen Tod musste seine Frau die Sammlung auflösen, um ihre Existenz zu sichern. Die Nachfahren von Julius Freund leben heute in den USA.

Das Museum habe inzwischen Kontakt zu den Erben aufgenommen, sagte Arnhold. In Kürze soll es zu einem Treffen kommen, bei dem das Museum versuchen will, das Bild für Münster zu erhalten. So sei es denkbar, dass das Haus das Gemälde zurückkauft oder es als Dauerleihgabe ausstellt. Bereits 2000 musste das Landesmuseum ein Raubkunst-Gemälde an die rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Ein Jahr darauf erwarb es Oswald Achenbachs «Italienische Landschaft» (um 1845) auf dem Kunstmarkt zurück. Das Bild stammte aus der Sammlung des im Konzentrationslager Theresienstadt ermordeten Breslauer Kaufmanns Max Silberberg.



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