| Künstler erkunden Orte an der Grenze |
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| Mittwoch, 05. August 2009 um 16:58 Uhr | ||
Görlitz (dpa) - Verborgene Orte entlang der alten Königsstraße Via Regia soll ein Görlitzer Ausstellungsprojekt mit dem Titel «Hidden Places» ins Licht rücken. Zehn junge Künstler sollen sich dazu vom 8. bis 23. August mit vergessenen oder noch unentdeckten Plätzen in der deutsch-polnischen Grenzstadt auseinandersetzen, sagte Projektleiter Tinko Fritsche-Treffkorn am Mittwoch. In Video- und Fotoarbeiten werden die Teilnehmer aus fünf Ländern ihre Eindrücke festhalten. Die daraus entstehende Ausstellung soll unter anderem bei der «RUHR2010» gezeigt werden, die Essen als Kulturhauptstadt Europas im kommenden Jahr ausrichtet.
«Hidden Places» war aus der Görlitzer Kulturhauptstadtbewerbung hervorgegangen. Die Neißestadt unterlag 2006 im Rennen gegen Essen. Mit einem fünfstelligen Betrag unterstützt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen das Kunstprojekt. Der älteste Profanbau in Görlitz, das Waidhaus, wird für die Teilnehmer zu einem offenen Atelier. Am 22. August präsentieren die Stipendiaten aus Deutschland, Polen, Frankreich, Belgien und der Ukraine ihre Ergebnisse. «Hidden Places» soll künftig alle zwei Jahre mit wechselnden Medien stattfinden.
Die seit 1945 geteilte Stadt Görlitz-Zgorzelec verdankt ihr einstiges Aufblühen der zentralen Lage an der Via Regia. Die alte Verbindung zwischen Ost und Westeuropa führte von Kiew bis ins spanische Santiago de Compostela. Die Handelsstraße steht 2011 auch im Mittelpunkt der 3. Sächsischen Landesausstellung in Görlitz. Tags: g
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