| Emil Schumacher Museum: Neue Räume für die Kunst |
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| Montag, 10. August 2009 um 04:55 Uhr | ||
Hagen (dpa/lnw) - Neue Räume für die Kunst: Im westfälischen Hagen öffnet Ende August ein neues Museum für die ausdrucksstarken Werke des Malers Emil Schumacher (1912-1999). Gleichzeitig wird das benachbarte Osthaus Museum nach Erweiterung und Grundsanierung wiedereröffnet. Die beiden Häuser bilden künftig das «Kunstquartier Hagen». Um- und Neubau dauerten über drei Jahre und kosteten rund 26 Millionen Euro. In der Kunstgeschichte ist Hagen keine unbekannte Stadt: Vor rund 100 Jahren war sie mit dem «Hagener Impuls» eine Metropole der Jugendstilepoche.
Der Hagener Emil Schumacher gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des abstrakten Expressionismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine oft leuchtend farbigen Werke, durchbrochen durch schwarze Linien oder Formen, hängen in den wichtigsten Kunstmuseen der Welt.
Die Sammlung des Emil Schumacher Museums Hagen geht auf eine Stiftung des Sohnes Ulrich Schumacher zurück. Sie umfasst 88 Ölgemälde, 200 Gouachen, Grafiken, Keramiken, Bilder auf Porzellan und Malereien auf Schiefer. Rund 100 Werke aus dem Besitz der Stadt Hagen kommen hinzu. Zur Eröffnung gibt es bis Januar 2010 Schumacher «pur» unter dem Titel «Material als Motiv».
Entworfen wurde der mit einer Glashülle ummantelte, rechteckige Sichtbetonbau vom Mannheimer Architekturbüro Lindemann. Experten beurteilen den Bau positiv: «Es ist eine Architektur, die sich nicht selbst in den Vordergrund spielt, sondern die dazu dient, die Werke zu präsentieren», sagte der Weimarer Kunsthistoriker Ernst-Gerhard Güse der dpa. Im ersten Stock bekommt der Besucher einen Überblick über die Vielschichtigkeit des Werks, Schumachers archaisch anmutende Themen, die seine Gemälde und Arbeiten auf Papier bestimmen. Großformatigen Arbeiten ist ein Oberlichtsaal im zweiten Stock vorbehalten.
Das erweiterte Osthaus Museum mit den Schwerpunkten Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst zeigt zur Eröffnung vom 30. August an zwei Sonderausstellungen, darunter eine große Schau mit rund 300 Werken des Westfälischen Expressionisten Christian Rohlfs (1849- 1938), der jahrzehntelang im Museum lebte und arbeitete. Mit der Wiedereröffnung des Osthaus Museums hat Direktor Tayfun Belgin eine Neuausrichtung des städtischen Hauses vorgenommen. Stärker als früher sollen sich nun die Bürger der schuldengeplagten Industriestadt für die Kunst begeistern. |
























































