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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Eissenhauer: Kein Umzug der Gemäldegalerie auf Museumsinsel PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 16. August 2009 um 15:39 Uhr

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Berlin (dpa) - Berlins Museums-Generaldirektor Michael Eissenhauer will nicht mehr mit der Gemäldegalerie vom Kulturforum am Potsdamer Platz auf die Museumsinsel umziehen. Es sei im Moment niemandem verständlich zu machen, für 50 Millionen Euro eine neue Gemäldegalerie bauen zu wollen, und für den Umbau der alten 20 Millionen Euro zu brauchen, sagte Eissenhauer der «B.Z.» (Montag). Damit vollzieht der Kunsthistoriker, der seit vergangenen November die staatlichen Museen zu Berlin leitet, einen Kurswechsel zu seinem Vorgänger Peter Klaus Schuster.   

 

Auch einem anderen Prestige-Projekt seines Vorgängers Schuster erteilte der 52-Jährige eine Absage. «Durchreisende Glamour-Events» wie die MoMA-Schau werde er nicht wiederholen. «Wir brauchen in Berlin, wo die Moderne erfunden wurde, eine dauerhafte Galerie des 20. Jahrhunderts. Und zwar in der Neuen Nationalgalerie, einer Architektur-Ikone des 20. Jahrhunderts», sagte Eissenhauer. Diese Galerie werde man nicht ein halbes Jahr später wieder beiseite räumen, «nur um da etwas Herbeigeliehenes zu zeigen.»   

 

Damit bezog er sich auf die MoMA-Schau. In der Berliner Neuen Nationalgalerie waren 2004 sieben Monate lang Schätze des New Yorker Museum of Modern Art gezeigt worden. 1,2 Millionen Besucher lockte die Schau an, die einen Überschuss von 6,5 Millionen Euro erwirtschaftete.   

 

«Sie war eine Sonderausstellung, nichts anderes», relativierte Eissenhauer die Schau und kritisierte die Beliebigkeit solcher Groß- Events, für die Museen das Spektakel über ihre Sammlung stellen. Schusters Konzept der Sammler-Museen lehne er ebenfalls ab, betonte Eissenhauer. «Da ticke ich etwas anders. Nicht jeder Sammler um jeden Preis», sei sein Motto.   

 

Zugleich beklagte der Museums-Chef das strukturelle Defizit von 1,5 Millionen Euro der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die seit zehn Jahren keine Etat-Erhöhung erhalten habe. Man habe 2009 alles gestoppt, was aufhaltbar ist, «um uns selbst nicht aufzufressen», sagte Eissenhauer. Für das künftige Humboldt-Forum im wiederaufzubauenden Stadtschloss brauche man einen eigenen Etat, jedoch keinen eigenen Intendanten. «Wir brauchen keinen Oberaufpasser oder Guru, der uns sagt, wie wir was zu tun haben. Das birgt eher Konfliktpotenzial», sagte Eissenhauer.   

 

Ebenfalls eine klare Absage erteilte der Museums-Generaldirektor einer von Ägypten mehrfach geforderten Rückgabe der Nofretete.  Diese Forderung entbehre jeder Grundlage, sagte Eissenhauer.



Tags: eissenhauer  millionen  
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