| Größtes «Reverse Graffiti» Deutschlands in Kassel |
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| Montag, 17. August 2009 um 15:38 Uhr | ||
Kassel (dpa/lhe) - Das nach Künstlerangaben größte «Reverse Graffiti» Deutschlands hat eine Künstlergruppe am Montag in Kassel geschaffen. Die zehn jungen Leute sprühten in der Nacht 283 große Kleeblätter an die Betonwand einer der am meisten befahrenen Straßen der Stadt. Das Projekt heißt «Stadtglück». «Das Kleeblatt ist im Kasseler Stadtwappen und wir wollten den Kasselern bei der Fahrt zur Arbeit einfach einen kleinen Grund zur Freude geben», sagte Initiator Oliver Bienkowski. Beim sogenannten Reverse Graffiti wird keine Farbe aufgesprüht, sondern eine schmutzige Wand in Form eines Musters gereinigt. Die Kasseler hoffen für ihr Projekt mit Resonanz bei der Kunstausstellung documenta. Die «d13» beginnt in knapp drei Jahren.
Die Gruppe hat die Kleeblätter mit einem Hochdruckreiniger aufgebracht. «Sie sind 80 Zentimeter hoch und zieren jetzt auf mindestens 500 Meter die Wand», sagte Bienkowski. Die ganze Aktion habe keine zwei Stunden gedauert. «Es war aber alles bis ins Detail vorbereitet: Einer hat die Schablone gehalten, einer gesprüht, einer den Wagen weiterbewegt und so weiter. Die Idee mag künstlerisch sein, die Ausführung war militärisch.» Bei der Aktion mitten in der Nacht hätten die Künstler Warnwesten getragen. «Die Polizei ist ein paar Mal vorbeigefahren, aber die sind nicht einmal ausgestiegen. Wir betrachten das als Billigung, dass unsere Sicherheitsvorkehrungen in Ordnung waren.»
Projekte der sogenannten «Pollution Art» hat es schon mehrfach gegeben, noch ist diese Kunst aber selten. Die Technik wird auch in der Werbung eingesetzt. Bienkowski ist sich sicher, dass das «Reverse Graffiti» im Gegensatz zur herkömmlichen Besprühen von Wänden strafrechtlich einwandfrei ist: «Wir haben einen Anwalt gefragt, ob das legal ist. Der hat kurz geprüft und grünes Licht gegeben», sagte der 27-Jährige. «Saubermachen ist in Deutschland nirgendwo verboten.» Tags: bienkowski kleebl
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