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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Die Umzugspläne der Berliner Gemäldegalerie PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 18. August 2009 um 07:04 Uhr

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Berlin (dpa/bb) - Die Pläne für einen Umzug der Berliner Gemäldegalerie Alter Meister vom Kulturforum auf die Museumsinsel gibt es schon seit Jahren. So hatte sich schon der Direktor der Gemäldegalerie, Bernd W. Lindemann, mit den Worten «Die Alten Meister gehören an die Museumsinsel» für den Umzug seines Museums, von manchen auch «Berliner Louvre» genannt, ausgesprochen. «Die Galerie ist herrlich und wunderbar, sie steht nur inhaltlich am falschen Platz, es ist nach der Wiedervereinigung die für die Alten Meister falsche Stelle im Gefüge der Stadt.»   

 

Im Gespräch ist in fernerer Zukunft ein Neubau gegenüber dem Bode- und Pergamonmuseum. Das war auch ein «Herzenswunsch» des langjährigen Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, der heute Präsident des Goethe-Instituts ist.   

 

Auch Lehmanns Nachfolger an der Spitze der Preußen-Stiftung, Hermann Parzinger, und Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hatten sich dafür ausgesprochen. Neumann unterstützte diese «neue Vision» mit den Worten: «Ich halte sie für richtig.»   

 

Nach Lehmanns Vorstellungen könnte dann der Galeriebau am Kulturforum zur «Galerie des 20./21. Jahrhunderts» werden. «Wir hätten die Museumsinsel für die Archäologie und die Alten Meister, also die abendländische Kunst bis zum 19. Jahrhundert, wir hätten auf dem Schlossplatz mit dem geplanten Humboldt-Forum die außereuropäischen Kulturen und auf dem Kulturforum die Moderne. Die Gemäldegalerie würde an ihren eigentlichen Platz rücken, in den Zusammenhang des Bode-Museums.»   

 

In der Gemäldegalerie, eine der bedeutendsten der Welt, sind etwa 1400 Bilder unter anderem von Rembrandt, Rubens, Tizian, Cranach, Botticelli, Caravaggio, Holbein und Raffael in über 50 Räumen zu sehen. Die Gemäldegalerie war 1998 von Dahlem in die Stadtmitte gezogen, die Planungen dafür stammten aber noch aus der Zeit der Teilung Berlins, als die Museumsinsel mit ihren Kunstschätzen noch in der «Hauptstadt der DDR» lag. Der Standort Kulturforum für die Gemäldegalerie war laut Museumschef Lindemann daher eine politische Entscheidung gewesen.   

 

In dem Neubau der Gemäldegalerie am Kulturforum unweit des Potsdamer Platzes hatten im Sommer 1998 nach mehr als einem halben Jahrhundert der Trennung durch die Teilung Berlins die Bilder der Alten Meister wieder zusammengefunden. Die neue Gemäldegalerie war mit 285 Millionen Mark (rund 145 Millionen Euro) seinerzeit der aufwendigste Kulturneubau der Nachkriegszeit in Berlin, hatte aber durch die Aufwertung der Museumsinsel unter Aufmerksamkeitsverlust der Besucher- und Touristenströme zu leiden. Noch Jahre nach der Eröffnung meinte der damalige Berliner Bausenator Peter Strieder (SPD) im Jahr 2004, die Gemäldegalerie Alter Meister sei an diesem Standort «absolut unterbewertet».



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