| Fürstengalerie im Dresdner Schloss eingerichtet |
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| Dienstag, 18. August 2009 um 11:37 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Roter Brokat an der Wand, schwarzer Schiefer am Boden und Kronleuchter aus Murano-Glas an der Decke: im Dresdner Residenzschloss vereint eine neue Fürstengalerie Porträts der sächsischen Kurfürsten und Könige des 16. bis 20. Jahrhunderts. Der rund 400 Quadratmeter große Raum werde künftig auch für Staatsempfänge genutzt, sagte der für das Schloss zuständige Direktor Dirk Syndram von den Staatlichen Kunstsammlungen am Dienstag. Rekonstruktion und Umbau kosteten rund 3,3 Millionen Euro. Die Galerie wird am Sonntag bei einem Festakt zur Ausstellung «Mit Fortuna übers Meer. Sachsen und Dänemark - Ehen und Allianzen im Spiegel der Kunst» von Königin Margrethe II. von Dänemark eingeweiht.
Mit der Fürstengalerie sei ein weiterer Schritt zum Ausbau des Schlosses zum Museumszentrum der Kunstsammlungen getan, sagte Syndram. An der roten Wand hängen 15 Gemälde von Kurfürsten und Kurfürstinnen sowie sieben Büsten aus Marmor, Bronze und Gips der Könige von Sachsen. Die Spanne reicht von Moritz (1547-1553), dem Kaiser Karl V. 1547 die Kurwürde verlieh, bis zu Friedrich August III. (1865-1932), der 1918 abdankte. Die Gemälde stammen aus den Beständen der Galerie Alte Meister und der Rüstkammer, die Büsten aus der Skulpturensammlung. Dazu gehören vier Werke des Hofmalers Louis de Silvestre sowie zwei Plastiken von Bildhauer Ernst Rietschel.
«Die, die nun auf kurfürstlichem Rot hängen, haben hier gelebt und repräsentiert», sagte Syndram. In diesem Teil im ersten Obergeschoss befanden sich Wohnräume und Audienzsäle. Die Fürstengalerie solle von März 2010 an die Englische Treppe als Hauptzugang mit dem modernen Teil des Schatzkammermuseums Grünes Gewölbe verbinden, sagte Syndram. Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Schloss wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, danach verhinderten Denkmalpfleger die Vernichtung der Überreste durch die DDR-Führung, 1985 begann der Wiederaufbau. Die größte Kulturbaumaßnahme im Freistaat soll 2013 abgeschlossen sein und nach derzeitigen Berechnungen insgesamt 337 Millionen Euro kosten. |
























































