| Erneut Hitler-Aquarelle unter dem Hammer |
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| Mittwoch, 19. August 2009 um 17:29 Uhr | ||
Nürnberg (dpa/lby) - In einem Nürnberger Auktionshaus werden Anfang September erneut drei Aquarelle von Adolf Hitler versteigert. Zum Verkauf stehen die Gemälde «Zerschossene Mühle», «Weißenkirchen in der Wachau» sowie «Haus mit Brücke am Fluss» aus den Jahren 1910 und 1911. Ein viertes Bild («Haus mit weißem Zaun») sei wegen Erbschwierigkeiten zurückgezogen worden, sagte Auktionator Herbert Weidler am Dienstag.
Die Ansicht von Weißenkirchen stammt nach Weidlers Angaben aus dem Erbe einer jüdischen Familie, die damals in Wien Bilder junger Künstler gesammelt habe. Das Mindestgebot lautet auf 3500 Euro. Die beiden anderen Bilder kommen aus dem Nachlass eines Wiener Musikers; sie sollen zu einem ähnlichen Preis angeboten werden.
Das Auktionshaus hatte bereits mehrfach Bilder von Hitler versteigert. Zuletzt fanden im April zwei Aquarelle für insgesamt 32 000 Euro einen neuen Besitzer. Weidler wies Kritik an der Versteigerung von Hitler-Werken zurück. Auf den Nazi-Diktator seien auch zahlreiche architektonische Hinterlassenschaften zurückzuführen, die heute weiterhin genutzt würden, etwa die Zeppelintribüne des früheren NS-Reichsparteitagsgeländes in Nürnberg. Die Interessenten für Hitler-Bilder kämen aus dem akademischen und industriellen Bereich im In- und Ausland. «Es war noch niemand mit Glatze und Springerstiefeln da», sagte er.
Hitler wollte ursprünglich Maler werden, scheiterte aber mit seiner Bewerbung für die Wiener Kunstakademie. Er malte zahlreiche Landschaftsbilder und Postkarten. 2006 wurden auf einem Dachboden in Belgien 21 Bilder gefunden, die er während des Ersten Weltkriegs in Flandern gemalt haben soll. Die Aquarelle wurden später in England für mehr als 170 000 Euro versteigert. |
























































