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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Riss in Leipziger Kunsthochschul-Professorenschaft PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 19. August 2009 um 17:30 Uhr

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Leipzig (dpa) - Der von Neo Rauch ausgelöste Streit um die Berufungspolitik an der Leipziger Kunsthochschule (HGB) hat die Professorenschaft entzweit. Während sich zehn Professoren hinter Rauch stellten, bekundeten am Mittwoch 14 Kollegen ihre Solidarität mit dem Rektor Joachim Brohm. «Alle infrage gestellten Entscheidungsprozesse - ganz unabhängig davon, ob sie jeweils unsere persönliche Unterstützung genossen haben - sind zweifelsfrei auf der Basis demokratischer Mehrheiten erfolgt», heißt es in einem Schreiben der Professoren. Die Vorwürfe und Vermutungen der Kollegen seien «fachlich absurd». Ihrer Auffassung nach werde nicht gegen die geachteten Traditionen der Hochschule verstoßen.   

 

Die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) sagte dem Sender MDR Figaro, sie halte die Debatte an der HGB für einen normalen Vorgang in einem demokratischen Staat und an einer Hochschule. Sie forderte die Beteiligten zu einer konstruktiven Auseinandersetzung auf. Ihr Ministerium prüfe derzeit, ob in der Grundordnung der Hochschule die Mitwirkungsrechte der einzelnen Gruppen berücksichtigt seien. Die Landtagsfraktion der Grünen forderte, das seit Jahresbeginn geltende Hochschulgesetz zu ändern. Jede Hochschule brauche eine Berufungsprüfungskommission.   

 

Der Kritik von Neo Rauch hatten sich nicht nur Professoren angeschlossen, sondern auch rund 100 Studenten sowie Absolventen und ehemalige Hochschullehrer. Seit Jahren gebe es Berufungsverfahren, die zwar juristisch korrekt seien, aber unter dem Verdacht stünden, dass der Rektor persönliche Interessen durchgesetzt habe, hieß es in einem Offenen Brief dieser Gruppe.   

 

Brohm sagte dazu, der Vorwurf, er habe in den vergangenen Jahren nur ihm nahe stehende Professoren berufen, sei Unsinn. Die Tatsache, dass drei von vier Professoren am Fachgebiet Malerei aus dem Kölner Raum kommen, sei Zufall.   

 

Rauch, berühmtester Vertreter der «Neuen Leipziger Schule», hatte seine Professur nach drei Jahren abgegeben und mehrere Wunschnachfolger benannt. Eine Berufungskommission, der der Rektor nicht angehörte, entschied sich aber für den Kölner Heribert C. Ottersbach.



Tags: professoren  hochschule  
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