| Ausstellung beleuchtet sächsisch-dänische Allianz |
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| Freitag, 21. August 2009 um 18:34 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Gemälde, Waffen, Schmuck, Medaillen, Rüstungen, Kleidung und Pretiosen: Die Ausstellung «Mit Fortuna übers Meer» im Dresdner Residenzschloss vereint rund 320 bedeutende Kunstwerke aus den königlich-dänischen und -sächsischen Sammlungen. Sie zeugen von den dynastischen Verbindungen und politischen Allianzen zwischen den Höfen in Kopenhagen und Dresden, sagte der Direktor des Grünen Gewölbes Dresden, Dirk Syndram, am Freitag. Die von den Dresdner Staatlichen Kunstsammlungen und der Königlichen Sammlungen Schloss Rosenborg in Kopenhagen arrangierte Exposition wird am Sonntag von Königin Margrethe II. von Dänemark eröffnet.
Die Schau unter ihrer und Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler ist bis zum 4. Januar 2010 im Residenzschloss und danach in Kopenhagen zu sehen (13. Februar bis 24. Mai 2010). Beide Sammlungen streben eine dauerhafte Kooperation an, sagten der Dresdner Generaldirektor Martin Roth und der Direktor der Sammlungen Schloss Rosenborg, Niels-Knud Liebgott. Für die Kunstsammlungen schließe sich mit der Dänen-Ausstellung nach Präsentationen zur sächsisch-polnischen Union (1997) und über die Verbindungen zu Versailles (2006) zugleich eine Trilogie, sagte Syndram.
Im Paradegeschoss des Dresdner Schlosses zu sehen sind Stücke aus Renaissance und Barock, die vom prachtvollen Kunstbesitz sächsisch- dänischer Paare, den reichen Mitgiften der Bräute und ausgetauschten Geschenken zeugen. Die Palette reicht von Fürstenporträts und Kleidung wie Nachtmütze und Pantoffeln über Waffen wie Armbrust und Reitschwert, filigranen Drechseleien aus Elfenbein, Briefen und Dokumenten bis zu luxuriösen Hundehalsbändern, die Jagdhunden und Schoßhündchen als Statussymbole umgelegt wurden.
Das Kurfürstentum Sachsen pflegte über zwei Jahrhunderte engste Beziehungen zum mächtigen Königreich Dänemark, sagte Syndram. Die Eheschließung zwischen Herzog August, später Kurfürst von Sachsen, und Dänen-Prinzessin Anna 1548 begründete eine starke politische Allianz zwischen den damals wichtigsten protestantischen Höfen Europas. Im 17. Jahrhundert folgten mit Kurfürst Christian II. und Prinzessin Hedwig von Dänemark 1602, Kronprinz Christian und Magdalena Sibylla von Sachsen 1634, Johann Georg mit Anna Sophia von Dänemark 1666 drei weitere Hochzeiten. Der von vierwöchigen Feiern begleitete Staatsbesuch von König Frederik IV. in Dresden 1709 stellte den Höhepunkt der Dänemark-Sachsen-Allianz dar. |
























































