| Erste deutsche David Shrigley-Einzelausstellung |
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| Freitag, 21. August 2009 um 18:35 Uhr | ||
Mainz (dpa/lrs) - Die erste Einzelausstellung des schottischen Künstlers David Shrigleys in Deutschland ist am Freitag in der Mainzer Kunsthalle eröffnet worden. Die Präsentation gehört zum Kultursommer Rheinland-Pfalz, der in diesem Jahr unter dem Motto «Cool Britannia» steht. «Wir haben David Shrigley unter anderem deswegen ausgewählt, weil er in seiner Kunst den typischen britischen schwarzen Humor vertritt», sagte Natalie de Ligt, künstlerische Leiterin des Museums.
Eigens für die Ausstellung (bis 8. November) hat Shrigley in der Kunsthalle aus zwei Tonnen Ton eine Skulptur gefertigt. Entstanden ist das raumfüllende Werk «Beginning and End»: ein 400 Meter langer Tonfaden mit Wendungen und Schleifen, an dessen Rand eine Figur zu sehen ist.
Außerdem sind 800 Zeichnungen des 41-jährigen Schotten ausgestellt - allerdings keine Originale, sondern Ausdrucke eingescannter Werke. «Seine Zeichnungen sind von einem ungezwungenen Strich und einer lockeren Formgebung geprägt», sagte de Ligt weiter. Shrigleys Thema sind nach den Angaben «die Bedingungen des Menschseins». Außerdem sind mehrere Animationsfilme des Künstlers in schwarz-weiß zu sehen. Die comic-artigen Filme erzählen oftmals kurze Geschichten mit einer Pointe am Schluss.
Zeitgleich zu Shrigleys Werken wird in dem Mainzer Museum die Kunst der 29-jährigen Anna Lea Hucht zu sehen sein. Ihre detailreichen Zeichnungen und Aquarelle geben Einblicke in Wohnräume, die mit verwirrenden Elementen angereichert sind. In komplexen Bildern werden Situationen gezeigt, die gerade in der Schwebe sind, wie die Zeichnung «Fallende Vase». Außerdem sind mit Augen versehenen Vasenobjekte der in Bonn geborenen Künstlerin zu sehen.
Anna Lea Hucht studierte von 2000 bis 2005 an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Im Herbst 2008 erhielt sie den Horst- Janssen-Grafikpreis der Claus Hüppe-Stiftung. Tags: sehen
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