| Hamburger Senat will mit Besetzern sprechen |
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| Dienstag, 25. August 2009 um 05:10 Uhr | ||
Hamburg (dpa) - Zwei Tage nach der Besetzung von Häusern im Hamburger Gängeviertel durch rund 200 Künstler hat der Senat Gespräche mit allen Akteuren angekündigt. Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) erklärte am Montag: «Nun müssen wir gemeinsam mit allen Beteiligten klären, inwiefern eine Lösung im Gängeviertel möglich ist und welche Alternativen in der Stadt vorhanden sind beziehungsweise entwickelt werden können.» Anja Hajduk (GAL), Senatorin für Stadtentwicklung, erklärte, ihre Behörde werde sich zügig dafür einsetzen, dass das Viertel möglichst unter Erhaltung historischer Bausubstanz wieder zu einem lebendigen Teil der Innenstadt wird. «Hierfür ist es wünschenswert, bei der Nutzung einen bunten Mix aus Wohnen, Kultur und Gewerbe zu erreichen», meinte sie.
Zuvor hatte am Montag die Hausverwaltung zwei Gebäude geräumt. Die Künstler hatten die seit Jahren leerstehenden historischen Gebäude am Samstag unter Schirmherrschaft des Malers Daniel Richter besetzt und dort Ateliers und Galerien eingerichtet. Sie wollten damit sowohl auf die Raumnot Hamburger Künstler aufmerksam machen als auch die Gebäude vor dem Verfall bewahren.
In einem offenen Brief der Künstler an den schwarz-grünen Senat heißt es: «Wir erwarten nun von Ihnen als Senat, dass Sie (...) die Verantwortung für die kulturelle und soziale Vielfalt der Stadt übernehmen und konstruktiv mit uns zusammenarbeiten.» Die Künstler haben ein Nutzungskonzept ausgearbeitet und suchen den Dialog mit den Entscheidungsträgern. Dazu brachten sie am Montag Einladungen in die Behörden für Stadtentwicklung und Kultur.
Eigentümer der Häuser ist der niederländische Investor Hanzevest, der das gesamte Gelände von der Stadt Hamburg gekauft hat um dort Büros und Wohnungen zu bauen. Rund 80 Prozent der historischen Gebäude sollen abgerissen werden. Die Künstlerinitiative «Komm in die Gänge» möchte die zwölf Altbauten retten und darin ein Kunst- und Kulturzentrum einrichten. Tags: k
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