| Dresden soll Lehndorff-Kunstwerke zurückgegeben |
|
|
|
| Mittwoch, 26. August 2009 um 05:15 Uhr | ||
Berlin/Dresden (dpa) - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden sollen mehrere Kunstwerke an die Erben der Familie des Hitler- Attentäters Heinrich Graf von Lehndorff zurückgeben. Das Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) in Berlin habe das am Montag entschieden, sagte eine Sprecherin am Dienstag der dpa. Sie bestätigte damit einen Bericht der «Dresdner Morgenpost» (Mittwoch). Die Verfahrensbeteiligten müssten dem noch zustimmen. Die Kunstsammlungen wollen den Bescheid «akzeptieren und keine Rechtsmittel einlegen», sagte deren Sprecher Stephan Adam auf Anfrage.
Obwohl die Beweislage nicht eindeutig sei, sei die Herkunft der Bilder aus Sicht der Behörde hinreichend geklärt, sagte BADV- Sprecherin Ellen Händler. Es handele sich bei den Porträts um Angehörige der Familie Lehndorff. Zudem waren ein Pastell und 27 Lexikon-Bände von 1739 Gegenstand des Verfahrens. Die Lehndorff-Erben hatten zuvor ein Vergleichsangebot abgelehnt.
Graf von Lehndorff war nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in Berlin hingerichtet sowie sein Vermögen eingezogen worden. Der Berliner Rechtsanwalt Gerhard Brand lokalisierte die Kunstschätze in Sammlungen in Dresden, Chemnitz, Leipzig und auf Burg Kriebstein (Mittelsachsen). Die Stadt Chemnitz hatte bereits Anfang August angekündigt, der Familie alle neun Kunstgegenstände aus ihren Kunstsammlungen zurückzugeben. |
























































