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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Streit um Lehndorff-Kunstobjekte geht weiter PDF Drucken E-Mail
Freitag, 28. August 2009 um 06:55 Uhr

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Chemnitz (dpa) - Der Streit um Kunstobjekte des Hitler-Attentäters Heinrich Graf von Lehndorff zwischen der Erbengemeinschaft und den Kunstsammlungen Chemnitz geht weiter. Rechtsbürgermeister Miko Runkel (parteilos) wies am Donnerstag Anschuldigungen des Rechtsanwaltes der Familie zurück, wonach das Museum keinen Einblick in Zugangslisten des Museums und dessen Briefverkehr mit dem Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) ermögliche. «Wir halten nichts geheim», sagte Runkel. «Wenn wir wirklich etwas finden, werden wir das in Abstimmung mit dem BADV zurückzugeben.»   

 

Die Stadt habe erst wegen eines Artikels im Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am 20. Juli drei Stücke herausgegeben, schreibt Rechtsanwalt Gerhard Brand. Runkel sagte hingegen, die Stadt habe sich bereits vor Erscheinen der Meldung einverstanden erklärt, die Gegenstände zurückzugeben. Brand könne «nicht Tatsachen verdrehen». Runkel erklärte sich zudem einverstanden damit, dass der Anwalt und die Erbengemeinschaft sich umstrittene Stücke ansehen. Auch zu direkten Gesprächen mit den Erben sei man durchaus bereit. Bislang sei jedoch noch niemand an die Stadt herangetreten, sagte Runkel. Brand hatte den Kunstsammlungen vorgeworfen, eine Begutachtung der Stücke aus fadenscheinigen Gründen abzulehnen und Gespräche mit den Erben abzulehnen.   

 

Chemnitz hatte Anfang August der Erbengemeinschaft angeboten, alle neun Lehndorff-Gegenstände zurückzugeben, die sich im Besitz der städtischen Kunstsammlungen befinden. Anwalt Brand geht aber davon aus, dass in Chemnitz noch mehr Lehndorff-Stücke lagern. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 war das Vermögen des Grafen eingezogen worden. Mehrere Kunstgegenstände gelangten nach Sachsen, möglicherweise auch schon vor dem Attentat. Wertvolle Stücke sollten damals vor der nahenden Front in Sicherheit gebracht werden. Brand lokalisierte die Kunstschätze in Sachsen - in Sammlungen in Dresden, Chemnitz, Leipzig und auf Burg Kriebstein (Mittelsachsen).



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