| Spiel mit Identität - Danica Dakic in Düsseldorf |
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| Samstag, 29. August 2009 um 07:20 Uhr | ||
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Rolle von Identität und Heimat in den Zeiten rasanter Globalisierung ist das Leitthema der Künstlerin Danica Dakic. Ihre jüngsten Arbeiten präsentiert die auf internationalen Ausstellungen vertretene Installations- und Videokünstlerin von Samstag an in der Kunsthalle Düsseldorf. Die erste umfassende Einzelausstellung der 1962 in Sarajevo geborenen Künstlerin, die 2007 auch auf der Documenta in Kassel vertreten war, ist in Düsseldorf bis zum 8. November geöffnet.
Die Schülerin des Video-Pioniers Nam June Paik an der Düsseldorfer Kunstakademie «wehrt sich konsequent gegen jede Art von Erklärung ihrer Arbeit», sagte Kunsthallenchefin Ulrike Groos am Freitag: «Sie setzt ganz auf Bilder und Klänge.» So posieren in Dakics Documenta- Arbeit «El Dorado» junge Migranten aus Kassel vor einer idealisiert- tropischen Panorama-Tapete aus der Mitte des 19. Jahrhunderts - und träumen sich auf Video und Foto sichtbar in eine andere Welt.
Frankreichs Barockmalerei stand Pate für die bühnenartigen Fotoinszenierungen, bei denen die Künstlerin die klischeehaften Bildmotive von «Wahrsagerin» und «Falschspieler» mit «Zigeunern» einer Roma-Enklave auf dem Balkan erneut zu opulenten, hintergründigen Fotografien inszenierte.
Ein zu harmonisches Verhältnis der großen Weltreligionen suggeriert hingegen die große Video-Installation «Surround»: Der auf einer runden Liege ruhende Besucher betrachtet an der Saaldecke die Projektion eines Leserituals, bei dem im Kreis kauernde, nackte Schauspieler Texte ihrer heiligen Schriften vorlesen. Mit Witz und erfrischender Ironie hingegen die erstmals vorgestellte Werkreihe «Isola Bella». Auf einer antiquierten Theaterbühne stellen die Bewohner einer bosnischen Behinderten-Einrichtung in alten Pappmasken die Frage nach «normal» und «krank». |
























































