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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Bochum will 2010-Projekt retten - Gespräch mit Gerz PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 03. Dezember 2009 um 13:26 Uhr

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Bochum  (dpa/lnw) - Die Stadt Bochum sieht nach einem Gespräch mit dem Konzeptkünstler Jochen Gerz gute Aussichten für die Rettung ihres Kulturhauptstadt-Projektes «Platz des europäischen Versprechens». Gerz habe seinen Willen erklärt, den Platz wie geplant fertigzustellen, teilte der Bochumer Kulturdezernent Michael Townsend am Donnerstag mit. Allerdings seien sich Stadt und Künstler angesichts der stockenden Sponsorensuche einig, dass das Projekt bis Ende 2010 wohl nicht abgeschlossen werden könne. Außerdem sicherte die Stadt zu, die vom Künstler kritisierte Platzgestaltung mit einem preiswerten Bodenbelag neu zu diskutieren. Am Bodenbelag dürfe das Projekt nicht scheitern, sagte Townsend. Der Bochumer Kulturdezernent hatte am Mittwochabend mehrere Stunden mit Gerz geredet.   

 

Er sei «erleichtert» über das Gesprächsergebnis mit der Stadt, sagte der Künstler der Deutschen Presse-Agentur dpa. Es habe «zur Entspannung des in letzter Zeit schwierigen Verhältnisses» geführt. Nun sei sein Konzept-Kunstwerk der Realisierung ein Stück näher gerückt. Gerz: «Die Stadt bekennt sich zum Platz.»    

 

Der bekannte Künstler will 20 bis 25 Basaltplatten von 5,4 mal 3,8 Meter Größe auf einem Bochumer Innenstadtplatz und in der anliegenden Christuskirche installieren. In die Platten sollten die Namen von Menschen eingraviert werden, die ein - geheim gehaltenes - Versprechen für Europa abgeben. Bisher haben nach Angaben von Jochen Gerz 13 000 Menschen aus ganz Europa an der Kunstaktion mit ihrem Versprechen teilgenommen.   

 

Zwei der Platten bezahlt die Stadt, eine ist bereits in der Christuskirche installiert. Die Kosten für die übrigen Platten von rund 1,5 Millionen Euro sind bisher nicht gedeckt. Gerz hatte zu Anfang der Woche die Zusammenarbeit in einem Offenen Brief gekündigt, weil er den Platzumbau ablehnt. Kritik kam auch von der Kirchenleitung. Um Kosten zu sparen, wollte die überschuldete Ruhrgebietsstadt auf dem Platz statt Natursteinpflaster oder Asphalt eine wesentlich günstigere «wassergebundene Decke», wie sie etwa auf Parkwegen Verwendung findet.

 

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Tags: gerz  stadt  k  
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