| Haus der Kunst bringt 2010 Vielfalt |
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| Donnerstag, 03. Dezember 2009 um 13:34 Uhr | ||
München (dpa/lby) - Malerei, Fotografie, Grafik, Skulpturen, Installationen, die Vorstellung eines Sammlerpaares und zu allem auch noch Musik und Film - im Münchner Haus der Kunst ist im Jahr 2010 Vielfalt angesagt. «Das Leitmotiv von 2010 sind Pioniere», sagte Leiter Chris Dercon am Donnerstag bei der Programmvorstellung für das kommende Jahr. Auch das Thema Geschichte ist ein erkennbarer Schwerpunkt. Außerdem gibt es viele noch eher unbekannte Künstler zu entdecken. «Wir scheuen keine Nischen-Ausstellungen», versicherte Dercon.
Den Anfang macht am 15. Januar die Schau «Goldene Zeiten» mit vier jungen Künstlern, die sich mit dem Thema Geschichtsschreibung und den Problemen, die sich daraus ergeben, auseinandersetzen. Die Vielfalt der Schau ist Programm für das restliche Jahr: Der Brite Steven Claydon zeigt Skulpturen im Stil historischer Denkmäler mit modernen Brüchen. Der Kubaner Diango Hernández setzte sich in seinen Installationen und Skulpturen mit den Problemen seiner Heimat auseinander. Außerdem dabei sind Mai-Thu Perret. Vom 12. Februar an kommt ein zweiter Ausstellungsteil dazu. Sung Hwan Kim aus Südkorea zeigt Videos, Wandzeichnungen und andere Artefakte aus seinen Performances.
Einen Blick auf 50 Jahre Malerei des US-amerikanischen Künstlers Ed Ruscha wird vom 12. Februar an möglich. Einer Tradition folgt das haus der Kunst, wenn vom 30. April an eine Privatsammlung vorgestellt wird - und zwar die von Herman und Nicole Daled aus Brüssel. Konzeptuelle Kunst aus den Jahren 1966 bis 1978 mit zahlreichen prominenten Vertretern wie Daniel Buren, Cy Twombly und anderen wird zu sehen sein. Mit dem Thema «Grau als Farbe» beschäftigt sich eine Schau mit den schwarz-weiß Fotografien von Michael Schmidt vom 21. Mai an. Zum Thema Grafik gibt es vom 21. Mai an einen Einblick in die Arbeit des Münchners Thomas Mayfried, der unter anderem für das Haus der Kunst und das Lenbachhaus arbeitet.
Beim Rückblick auf das Jahr 2009 und das Jahrzehnt insgesamt zeigte sich Dercon zufrieden. Viele der Schauen, die im Haus der Kunst gezeigt worden seien, würden heute als Wichtigste des Jahrzehnts gefeiert und seien weiterhin in Museen auf der ganzen Welt zu sehen. In Zukunft sollten auch Projekte wie das Kinderprogramm und der Blog weiter einen Schwerpunkt der Arbeit im Haus der Kunst bilden.
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