| Bauhaus-Museum Weimar wieder für Besucher offen |
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| Donnerstag, 03. Dezember 2009 um 21:28 Uhr | ||
Weimar (dpa/th) - Die «Sturm- und Drangzeit» des 1919 gegründeten Staatlichen Bauhauses kann seit Donnerstag wieder in Weimar erkundet werden. Die Dauerausstellung im Bauhaus-Museum über die Frühphase der bedeutendsten Architektur- und Designschule des 20. Jahrhunderts war zu Jahresbeginn ausgeräumt und zu einem der fünf Ausstellungsorte für die Jubiläumsschau «Das Bauhaus kommt aus Weimar» umfunktioniert worden. Gezeigt werden wieder 250 Objekte, darunter Arbeiten von Walter Gropius und Lyonel Feininger sowie von Schülern wie Marcel Breuer. Wegen des Ausbaus einer Zwischenetage können Zeugnisse der Dessauer Zeit nicht mehr gezeigt werden.
In der Klassikerstadt Weimar prallten bis 1925 verschiedene Kunstströmungen aufeinander. Diese von Brüchen und Kurskorrekturen geprägte Phase entzieht sich nach Meinung der Klassik Stiftung gängigen Klischees zum Bauhaus. In Weimar wurde vorgedacht und vorgeprägt, was später in Dessau, Berlin und später durch den Weggang zahlreicher Bauhaus-Künstler in aller Welt umgesetzt wurde. Den Übergang vom kunsthandwerklichen Einzelstück für die Industrieproduktion - entsprechend der von Gropius angestrebten Einheit von Kunst und Technik - dokumentieren zahlreiche bis heute produzierte Designklassiker.
Das 1995 im alten Kulissenhaus des Theaters eingerichtete Bauhaus- Museum ist ein Provisorium. Um die rund 10 000 Arbeiten zeitgemäß präsentieren zu können, soll bis 2013 ein neues Museum gebaut werden. Unklar ist jedoch noch der Standort. Der vom Stiftungsrat der Klassik Stiftung im Juli empfohlene bisherige Standort wird teilweise abgelehnt. Der Stadtrat hat den Standort bisher nicht abgesegnet.
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