| Rückführung von Kunstobjekten an Stiftung Schloss Friedenstein Gotha erfolgt |
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| Freitag, 04. Dezember 2009 um 13:10 Uhr | ||
Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden konnten heute an die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha 13 Kunstwerke überreichen, die bislang als Kriegsverluste der Stiftung galten. Dabei handelt es sich um kostbare Bestecke sowie die Statuette einer Venus aus Elfenbein. Bisher befanden sie sich im Depot des Grünen Gewölbes. Heute wurden sie im Rahmen einer Pressekonferenz von Prof. Dr. Dirk Syndram, dem Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, in Gotha offiziell an den Stiftungsdirektor Dr. Martin Eberle übergeben. Am heutigen Tag feiert die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha die Neueröffnung ihrer Kunstkammer in den ehemaligen Gemächern des Erbprinzen.
Die Werke konnten im Sommer dieses Jahres bei der Überprüfung von Inventareinträgen des Grünen Gewölbes eindeutig Gotha zugeschrieben werden. Im vergangenen September zeigten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden den Fund bei der Stiftung Schloss Friedenstein an. Es ist davon auszugehen, dass die Objekte sich mit anderem Kunstgut bis 1958 in der Sowjetunion befanden und nach der Rückgabe versehentlich den Dresdner Sammlungen zugeordnet worden sind. Da die Recherchen im Grünen Gewölbe noch nicht beendet sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass noch weitere Stücke aus dem Eigentum anderer Museen aufgefunden werden. Falschzuordnungen an Museen sind nach der Rückkehr der Kunstwerke 1958 häufiger vorgekommen. So konnten dieses Jahr bereits zwei Gemälde aus der Gemäldegalerie Alte Meister an die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Potsdam übergeben werden.
Dr. Martin Eberle, Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, zeigte sich hocherfreut über die Rückgabe der Kunstobjekte am Tage der Kunstkammereröffnung und sagte: „Heute Abend erwartet uns in der Neuen Kunstkammer Gotha ein besonderer Leckerbissen. Lange Zeit kaum beachtete Kunstwerke von hohem Rang werden in neuem Licht gezeigt. Wir freuen uns, dass wir für diesen Augenschmaus termingerecht das passende Besteck aus dem Grünen Gewölbe zurück erhalten. Die Übergabe ist Ausdruck des Vertrauens und der engen Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen.“
„Die heutige Übergabe ist nicht nur das erfreuliche Ergebnis einer systematischen Provenienzforschung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die durch das von der sächsischen Staatsregierung geförderte Recherche-, Erfassungs- und Inventarisierungsprojekt "Daphne" ermöglicht wurde. Sie verdankt sich auch der kontinuierlichen guten Zusammenarbeit zwischen Dresdner und Gothaer Wissenschaftlern“, so Prof. Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
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