| Mittelalterlicher Schnitzaltar in Güstrow fertig |
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| Samstag, 05. Dezember 2009 um 10:04 Uhr | ||
Güstrow (dpa/mv) - Im Güstrower Schloss ist seit Freitag wieder der restaurierte Neustädter Altar aus dem Jahr 1435 zu bewundern. Mit einer Spannweite von 7,60 Meter und einer Höhe von 2,47 Meter gilt er als eines der größten und kunsthistorisch bedeutendsten mittelalterlichen Altarwerke Norddeutschlands. Die religionsgeschichtlichen und politischen Zeitläufe hätten dem einstigen Doppelflügel-Hochaltar aus der Jakobikirche in Lübeck irreversible Schäden und unwiederbringliche Verluste zugefügt, teilte das Staatliche Museum Schwerin mit.
Mit der Einführung der Reformation in Lübeck 1530 hatte der prächtige, mit Gold und Farben gefasste Schnitzaltar seine liturgische Funktion verloren. Laut Museum blieb er, später teilweise auseinandergenommen, zunächst in der Jakobikirche. 1736 wurde der Altar dann nach Neustadt-Glewe südlich von Schwerin verschenkt. Im dortigen Chor habe er aber nur 24 Jahre gestanden, danach sei er in einer Materialkammer aufbewahrt worden.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Altar abgelaugt und neu gefasst. Vor 1922 wurde diese Fassung wieder entfernt. Die gemalten Tafeln hatte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Altar getrennt, um sie im Museum als Gemälde zu präsentieren. Zwischen 1938 und 1946 befand sich der Altar im Schweriner Schloss. Nach einer ersten Konservierung 2005 wurde der Altar im Schloss Güstrow ausgestellt, wo er jetzt umfassend restauriert wurde.
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