| Das «Durchschnittslächeln» ist weiblich und schüchtern |
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| Samstag, 05. Dezember 2009 um 10:49 Uhr | ||
Münster (dpa/lnw) - Das «Durchschnittslächeln» der Deutschen ist weiblich und eher schüchtern. Zu diesem Ergebnis kommt der Münsteraner Aktionskünstler Klaus Schröer, der mehr als 2700 Deutsche ein lachendes Gesicht zeichnen ließ. Die seit Sommer zusammengetragenen Zeichnungen hat der Künstler am Computer zu einem einzigen Bild vereint. «Schon während des Sammelns der Zeichnungen fiel auf, dass die meisten Männer und Frauen intuitiv das Lächeln mit einem weiblichen Gesicht identifiziert haben», sagte Schröer. Dass das «Durchschnittslächeln» allerdings eher zurückhaltend und nicht völlig offen sei, habe man erst nach der Montage aller Bilder erkennen können.
Plakate mit dem «Durchschnittslächeln» sind seit Freitag bis zum 20. Dezember parallel an neun Orten in Deutschland unter anderen in Kneipen, Galerien oder Hotels ausgestellt. In Nordrhein-Westfalen ist das Bild unter anderem in Münster, Düsseldorf, Telgte im Münsterland und Köln zu sehen - darüber hinaus auch in Berlin und München.
Das Übereinanderlegen von vielen Bildern und Verschmelzen zu einem einzigem ist eine Kunstform, die Schröer 2008 entwickelte und und «Social Painting» nannte. «Die Idee ist, dass alle Menschen ein Bild zeichnen. Eine gemeinsame Vorstellung wird dadurch abgebildet», sagte der 43-Jährige. Im vergangenen Jahr hatte Schröer unter anderem mehr als 1000 Düsseldorfer sich selbst zeichnen lassen und daraus den Durchschnittsdüsseldorfer konstruiert.
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