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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Neumann plant Beraterkreis für Humboldtforum PDF Drucken E-Mail
Montag, 07. Dezember 2009 um 18:28 Uhr

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Berlin (dpa) - Nach dem Wegfall der juristischen Hürden für das geplante Berliner Stadtschloss beginnt nach Ansicht von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) jetzt die «Phase der seriösen Konkretisierung des Jahrhundertprojekts». Das kommende Jahr müsse dafür genutzt werden, alle noch ungeklärten finanziellen, architektonischen und auch inhaltlichen Fragen des Humboldtforums zu klären und zu entscheiden, auch mit Hilfe des Parlaments, sagte Neumann in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er will «spätestens bis Mitte, Ende des nächsten Jahres» Klarheit haben. In diesem Zusammenhang plant er auch die Einberufung eines «Runden Tisches» als Beratergremium. Neumann denkt zudem an die Einsetzung eines «Gesamtverantwortlichen» für das Humboldtforum.   

 

Zum Zeitplan meinte der Staatsminister: «Im Gegensatz zum Zeitplan des damaligen Bauministers Wolfgang Tiefensee, der ohne Not festgelegt wurde, meine ich: zügig beginnen, ja, aber professionell vorbereitet, also fundiert im wahrsten Sinne des Wortes. Da kommt es auf ein Jahr nicht an, ob der Eröffnungstermin nun 2016 oder 2017 erfolgt. Das Ganze ist ja ein Jahrhundertprojekt und soll auf Dauer stehen, da muss man sich nicht künstlich unter Druck setzen. Also keine Hast, aber es muss vorangehen.»   

 

Der Entwurf des Architekten Franco Stella müsse präzisiert werden. Er sei inzwischen «angereichert mit einer Reihe von Vorschlägen, die zusätzliches Geld kosten». Der bisherige Entwurf sei schon teurer als ursprünglich vorgesehen. «Hier muss der Bundestag, der das Projekt beschlossen hat, entscheiden, ob man Abstriche will oder ob zusätzliche Gelder bewilligt werden können.»   

 

So sei zum Beispiel eine Finanzierung der klassischen Kuppel noch nicht voll abgesichert. «Ich bin sehr für die Kuppel, wir müssen aber sehen, wie sie finanziert werden kann», sagte Neumann. Auch die archäologischen Funde auf dem Schlossplatz seien zu berücksichtigen. «Das alles muss jetzt im nächsten Viertel- oder Halbjahr auf den Punkt gebracht werden, so dass dann gebaut werden kann. Für die Bundesregierung sei nach wie vor die bisher vom Parlament vorgesehene Summe von 552 Millionen Euro bindend.   

 

Für die künftige inhaltliche Struktur und Programmgestaltung des Humboldtforums, das vor allem die außereuropäischen Sammlungen der vom Bund und den Ländern getragenen Stiftung Preußischer Kulturbesitz aufnehmen soll, plant Neumann einen «Runden Tisch» mit namhaften Persönlichkeiten aus Kultur und Politik, zu dem auch der Initiator des Humboldtforums, der heutige Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, gehört.   

 

Eine «reine Addition» der Museumsbestände, der wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt- Universität und der Landesbibliothek mit zwei oder drei Veranstaltungssälen reicht Neumann nicht aus. «Das wäre zu kurz gedacht für das geplante Forum des interkulturellen Dialogs.» Auch die Erfahrungen bei dem vom Bund getragenen Haus der Kulturen der Welt in der ehemaligen Kongresshalle neben dem Kanzleramt sollen in das Projekt Humboldtforum mit einfließen.   

 

Eine der Fragen, die auch geklärt werden müsse, laute: «Wie soll die Verantwortungsstruktur für das Humboldtforum gestaltet werden? Brauchen wir einen Intendanten?» Der Hauptnutzer im Stadtschloss sei zwar die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, aber man könne das Humboldtforum mit der Agora nicht nebenher betreiben. «Wir brauchen dafür sicherlich einen Gesamtverantwortlichen.» 

 

Gespräch: Wilfried Mommert, dpa

 

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