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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Günther Uecker «entsetzt» über Ausstellungs-Abbau PDF Drucken E-Mail
Montag, 07. Dezember 2009 um 19:27 Uhr

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Düsseldorf/Taschkent (dpa/lnw) - Eine Kunst-Ausstellung zum Thema Menschenrechte des Düsseldorfer Bildhauers Günther Uecker (79) in Usbekistan ist nach Angaben des Künstlers teilweise abgehängt worden. «Ich bin entsetzt und protestiere gegen diesen Eingriff in die künstlerische Arbeit», sagte Uecker am Montag. Seine Ausstellung in der Staatlichen Galerie der usbekischen Hauptstadt Taschkent beschäftige sich mit der Verletzung der Menschenwürde, erklärte der Künstler.   

 

Offizielle staatliche Stellen hätten auf eine teilweise Schließung seiner Schau bestanden, da das angeblich sanierungsbedürftige Militär-Museum Taschkents in die Kunst-Galerie umziehen müsse. «Ich sehe das nur als Machenschaft und Vorwand zur Entschärfung der Ausstellung», meinte Uecker. Bereits vor Ausstellungseröffnung hätten Vertreter des usbekischen Staates ihn erfolglos bedrängt, kritische Aufschriften auf Kunstwerken mit Wörtern menschlicher Erniedrigung nicht in der Landessprache zu schreiben.   

 

Da seine Schau «Der geschundene Mensch» mit Hilfe des deutschen Außenministeriums über das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa/Stuttgart) auf Tournee sei, bedeute der Eingriff «auch einen kulturpolitischen Eklat», sagte Uecker der Deutschen Presse-Agentur dpa. Bisher seien die Folterinstrumenten ähnlichen Kunstwerke aus zersplittertem Holz und Stoff-Fetzen zum «Drama der menschlichen Verletzungen» in 43 Ländern von Sarajevo bis Kairo ohne Probleme gezeigt worden. Dies erklärte der angesehene Bildhauer, der vor allem mit seinen Nagel-Reliefs international berühmt geworden ist.   

 

Die Präsentation militärischer Schaustücke zwischen seinen Werken «ist eine Provokation und soll meine Ausstellung verfälschen», unterstrich der Künstler. Dennoch solle der Rest der Ausstellung «als Kuriosität» wie geplant bis Mitte Dezember in Taschkent geöffnet sein. Uecker: «Ich bestehe darauf, dass meine Werke in der Konfrontation sichtbar bleiben.»

 

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Tags: uecker  ausstellung  
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