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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Museumsstreik setzt Frankreichs Kulturminister unter Druck PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 08. Dezember 2009 um 06:41 Uhr

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Von Sabine Glaubitz, dpa

 

Paris (dpa) - Frédéric Mitterrand hat schon bessere Rollen gespielt. Seit seiner Ernennung zum französischen Kulturminister vor knapp sechs Monaten sorgt der ehemalige Schauspieler, Filmproduzent und Fernsehmoderator für Negativ-Schlagzeilen. Am peinlichsten war der Skandal um sexuelle Abenteuer mit Strichjungen in Asien. Während sich nun der seit 14 Tagen anhaltende Konflikt um den Museumsstreik weiter zuspitzt, lässt er Gewerkschafter, die sein Vorzimmer besetzen, von der Polizei abführen. Auf die Frage eines französischen Journalisten, wie es im Museumsstreik weitergehen soll, antwortete der 62-Jährige: «Die Streikenden sind in der Minderheit. Eigentlich will man mich nur destabilisieren.»    

 

Der Protest gegen Stellenabbau in Frankreichs Museen und historischen Monumenten hält seit dem 23. November an. Wenn in den Konflikt keine Bewegung kommt, werden sich spätestens nächste Woche weitere große Kultureinrichtungen in Paris und in der Provinz dem Streik anschließen wie Frankreichs Nationalbibliothek, die Vereinigung der Nationalmuseen (RMN) und die Cité national de l'immigration. Die Tourismusbranche befürchtet kurz vor Weihnachten wegen verschlossener Museumstüren Stornierungen.    

 

In der ersten Woche hüllte sich Mitterrand in Schweigen, in der zweiten Woche, als sich dem Centre Pompidou das Musée d'Orsay, das Rodin-Museum, der Arc de Triomphe und die Sainte-Chapelle anschlossen, empfing er die Gewerkschaften mit den Worten: «Ich habe Anweisungen vom Präsidenten der Republik, ich werde nichts ändern.» Die Gewerkschaften wehren sich dagegen, dass von 2010 an jede zweite Stelle nicht neu besetzt wird, wenn sie durch Eintritt von Angestellten in den Ruhestand frei wird.    

 

Als auch der Louvre und das Schloss von Versailles ihre Türen schlossen, setzte Mitterrand nach: «Diese Reform ist das Ergebnis einer Regierung, die durch allgemeine und unmittelbare Wahlen gewählt wurde. Diese Reform muss deshalb durchgeführt werden.» Frankreichs Presse reagierte mit Hohn. Nicht die Regierung, sondern der Präsident werde von den Franzosen in allgemeiner Wahl gewählt, korrigierte sie den Kulturminister und fragte, ob nun bis zur nächsten Präsidentenwahl keine Reform mehr diskutiert werden dürfe.    

 

Als Fernsehmoderator war der Neffe des ehemaligen sozialistischen Präsidenten François Mitterrand große und redegewandte Auftritte gewohnt. Und als Schriftsteller, Filmemacher und Leiter der bekannten Villa Medici war er in den linken Künstler- und Kulturkreisen durchaus geschätzt. Doch nun muss er als Politiker seine Fähigkeit beweisen.

 

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Tags: mitterrand  
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