| Neues von Schneider: Durch Garage ins Museum |
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| Dienstag, 08. Dezember 2009 um 19:20 Uhr | ||
Mönchengladbach (dpa/lnw) - Eine unauffällige Garage neben Mönchengladbachs Museumsparkplatz ist das neueste Werk des Künstlers Gregor Schneider. Die «Garage 2009» wird der Zugang zum Städtischen Museum Abteiberg, das Schneider derzeit mit einer Präsentation mehrerer Räume des legendären Projekts «Haus Ur» eine Ausstellung widmet. Dies teilte das Museum am Dienstag mit. Mit dem genauen Nachbau der «abgeschabten» Wohnräume seines Elternhauses aus Mönchengladbach-Rheydt hatte der Künstler 2001 den Goldenen Löwen der Kunstbiennale in Venedig gewonnen.
«Was sich in der Garage verbirgt, erfährt die Öffentlichkeit erst am kommenden Sonntag, wenn das Tor der Garage und mithin der Zugang zum Museum geöffnet wird», erläutert Museumschefin Susanne Titz. Nach Voranmeldung werde es dann möglich, per Schlüssel die Garage zu betreten und in die Sammlungsräume des Künstlers zu gelangen. Auf jeden Fall könne der Besucher das «Kaffeezimmer» des 1969 geborenen Rheydter Künstlers betrachten.
Schon im vergangenen Jahr hatte der eigenwillige Künstler mit der monumentalen Außenskulptur «End» einen labyrinthartigen Zugang zu dem renommierten Mönchengladbacher Museum geschaffen. Die Skulptur «Garage 2009» tritt nun laut Museumschefin «mit der Ironie eines falschen Anbaus» auf, der unmittelbar neben dem großzügigen Museums- Bau den Gegensatz der gewöhnlichen Alltagsbauwelt mit ihrer anonymen Nutzarchitektur verkörpere. Zudem werde die fortgesetzte Auseinandersetzung des Künstlers mit der Institution Museum deutlich.
Wie bereits bei seinem Dauerprojekt «Haus Ur» verbinde Schneider mit der Garage eine Kindheitserinnerung, erläuterte Susanne Titz. «In seiner Straße hat er als kleiner Jungen beobachtet, wie sich der Inhaber einer Garage in seinem dort geparkten Wagen oft betrank.» Bereits 2002 zeigte Schneider in Düren eine Doppelgarage, eine weitere stellte er in der Hamburger Kunsthalle aus.
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