| Osnabrücker Nussbaumhaus wird erweitert |
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| Dienstag, 08. Dezember 2009 um 19:33 Uhr | ||
Osnabrück (dpa/lni) - Das Osnabrücker Felix-Nussbaum-Haus bekommt im kommenden Jahr für knapp drei Millionen Euro einen Anbau. Wie schon das Museum selbst stammt auch die Erweiterung von Star-Architekt Daniel Libeskind, sagte am Dienstag Osnabrücks Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD). Der Neubau soll einen neuen Eingangsbereich sowie Aufenthalts- und Funktionsräume beherbergen. Die Fläche des Museums wird um rund 400 Quadratmeter wachsen. «Der Anbau macht das Nussbaum-Haus attraktiver», sagte Pistorius. die Bauarbeiten beginnen am 18. Januar. Das Museum wird vom Sommer 2010 bis März 2011 geschlossen.
Seit den 1970er Jahren werden Werke des 1904 in Osnabrück geborenen und 1944 in Auschwitz ermordeten Malers Felix Nussbaum in dessen Heimatstadt gesammelt. Das Museum nutze die Bauphase, um die wichtigsten 40 bis 50 Bilder Nussbaums aus der Dauerausstellung im Jüdischen Museum Paris zu zeigen, sagte Museumschefin Inge Jaehner. Damit biete sich eine Chance, das Osnabrücker Haus international bekannter zu machen. «Wir hoffen, dass wir auf eine große Resonanz stoßen», betonte Jaehner.
Zu der Pariser Ausstellung, die von Ende September 2010 bis Mitte Januar 2011 laufe, werde auch ein Katalog erscheinen, der das Werk Nussbaums aus neuer Perspektive zeige. Außerdem werde es weitere Ausstellungen in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Paris geben. Geplant seien Ausstellungen zur «Ecole de Paris» und mit Werken des jüdischen Malers Laser Segalls. Termine stünden aber noch nicht fest, sagte Jaehner.
Die Arbeiten werden mit 1,5 Millionen Euro aus europäischen Mitteln finanziert. 400 000 Euro kommen von der Niedersachsen-Stiftung und 450 000 Euro von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte. Die Stadt steuert 600 000 Euro bei.
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