| Computerkunst im Sprengel-Museum |
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| Dienstag, 08. Dezember 2009 um 19:35 Uhr | ||
Hannover (dpa/lni) - Das Sprengel Museum in Hannover zeigt bis März kommenden Jahres Grafiken und Bilder, die am Computer entstanden sind. Unter dem Titel «Die Virtualität des Bildes» präsentiert die Ausstellung die Sammlung Clarissa - eine der frühesten Sammlungen von Computergrafiken. Das Museum präsentiert etwa 90 dieser Werke, die mit Hilfe eines Rechners und über einen Zeichenautomaten auf Papier übertragen wurden. Dies sagte der Kurator Norbert Nobis am Dienstag. Zu sehen sind unter anderem Werke von Kenneth C. Knowlton und Otto Beckmann.
In seinem Werk «Cubic Kennedy» porträtiert Knowlton zum Beispiel den ermordeten amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy - und zwar auf eine andere Weise. Das Gesicht des Politikers setzt sich aus vielen kleinen Quadraten zusammen. Nimmt der Betrachter ein wenig Abstand zum Bild, erkennt er, wer abgebildet ist. Bei dem Bild «Telefon» muss der Betrachter allerdings erst ganz nah herantreten, um zu erkennen, was das Besondere an dem Bild ausmacht. Winzige Gesichter, Telefonhörer und Hammer sind nur einige der Computerzeichen, aus denen sich das Kommunikationsmittel zu einem Bild zusammensetzt.
Die Ausstellung, die am Dienstagabend eröffnen werden sollte, beinhaltet aber auch Bilder und Grafiken, die mit Hilfe eines sogenannten Oszilloskop entstanden sind. Das kleine Gerät verfügt über einen Bildschirm, der so groß ist wie ein CD-Deckel. Auf diesem Bildschirm erscheint eine Kurve, deren Geschwindigkeit und Form sich verändern lässt. Die elektronischen Abstraktionen werden auf Fotos festgehalten, da dies die beste Möglichkeit ist, die komplizierten Linien, Flächen und oft sehr zarten Farbschattierungen festzuhalten, sagte Nobis. Alle Werke sind bis zum 7. März 2010 zu sehen.
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