| Rechnungshof rügt Klassik Stiftung Weimar |
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| Mittwoch, 09. Dezember 2009 um 18:06 Uhr | ||
Rudolstadt/Weimar (dpa) - Der Thüringer Rechnungshof hat die Klassik Stiftung Weimar wegen der Ausrichtung der Oper «Alceste» gerügt. Die Veranstaltung im Rahmen der Festwochen zur Einweihung der sanierten Anna Amalia Bibliothek im Oktober 2007 habe «nicht zu den staatlich finanzierten Aufgaben der Stiftung» gehört, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht. Die Oper habe eine Deckungslücke von 200 000 Euro hinterlassen. Die Finanzprüfer aus Rudolstadt monierten außerdem die Nutzung der Gästewohnungen im «Pogwischhaus», über die allein der Stiftungspräsident Hellmut Seemann entscheide. Dieses Verfahren sei undurchsichtig.
Die vier Opernaufführungen haben nach Recherchen der Rechnungsprüfer 337 000 Euro gekostet. Der erlauchte Kreis von 492 Zuschauern zahlte rund 31 000 Euro Eintritt. Hinzu kam eine Spende von 102 700 Euro. Der Bund als Zuwendungsgeber hatte eine finanzielle Beteiligung mit dem Verweis auf «vordringliche Finanzierungsprobleme der Stiftung» abgelehnt. Dies habe die Organisatoren jedoch nicht abgehalten. Das Argument des Kultusministeriums, mit der Oper habe die Stiftung ihren Bildungsauftrag wahrgenommen, hält der Rechnungshof nicht für stichhaltig. «Die Veranstaltung war vorwiegend für ein ausgewähltes Publikum konzipiert.»
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