| Lehmann-Appell an Nordkorea: Goethe-Zugang ohne Zensur |
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| Mittwoch, 09. Dezember 2009 um 18:09 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, hat an die Regierung im kommunistischen Nordkorea appelliert, wieder unkontrollierten Zugang und freie Zeitungsauswahl im deutschen Lesesaal des Goethe-Instituts in der Hauptstadt Pjöngjang zu garantieren. «Wenn Pjöngjang in dieser Frage einlenkt, werde ich den Lesesaal sofort wieder aufmachen», sagte Lehmann am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz des Goethe-Instituts in Berlin.
Das Präsidium des Instituts hatte im Sommer beschlossen, knapp fünfeinhalb Jahre nach der Eröffnung den Lesesaal wieder zu schließen, weil der vertraglich vereinbarte freie Zugang nicht gewährt werde und eine Zensur der dort ausliegenden Medien wie Zeitungen und Zeitschriften stattfinde. «Die wichtigsten Grundsätze des Goethe-Instituts waren nicht mehr gewährleistet», sagte Lehmann jetzt dazu.
«In China oder Kuba haben wir nicht solche Zensurbehinderungen. Wenn wir in Pjöngjang nachgeben, erleben wir einen Einbruch auch an anderen Orten.» Lehmann bestritt, dass es bei der Entscheidung politische Einflüsse etwa aus den USA gegeben habe. «Das Goethe- Institut unterwirft sich keinen geopolitischen Gesichtspunkten.»
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