| Gropiusbau: Iran soll Künstlerin ausreisen lassen |
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| Mittwoch, 09. Dezember 2009 um 18:30 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Der Direktor des Berliner Martin-Gropius-Baus, Gereon Sievernich, hat den iranischen Botschafter gebeten, sich für eine Ausreise der Künstlerin Parastou Forouhar einzusetzen. Die in Offenbach lebende Iranerin sei am vergangenen Samstag in Teheran an ihrer Ausreise gehindert worden. Zudem sei ihr der Pass abgenommen worden, teilte Sievernich am Mittwoch in Berlin mit.
Forouhar sei «wegen einer Gedenkveranstaltung für ihre 1998 ermordeten Eltern in den Iran gereist». In einem Telefongespräch mit dem hr-Kulturmagazin «Hauptsache Kultur» zeigte sich Forouhar kämpferisch: «Ich sehe es als meine Pflicht an, die tragische Ermordung meiner Eltern zur Sprache zu bringen und in diesem Zusammenhang das Recht zur Aufklärung der politischen Morde einzufordern.» Ihre Eltern seien vom iranischen Geheimdienst getötet worden. Nun liege beim Revolutionsgericht eine Anklage gegen Forouhar vor. Was man ihr vorwirft, wisse sie aber nicht, sagte die Künstlerin.
Der Martin-Gropius-Bau zeigt gegenwärtig drei Arbeiten der Künstlerin in der Ausstellung «Taswir - Islamische Bildwelten und Moderne», die noch bis zum 18. Januar zu sehen ist.
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