| Berliner Kulturhaushalt steigt um drei Prozent |
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| Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 17:57 Uhr | ||
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Kulturausgaben sollen im kommenden Jahr um drei Prozent auf 376 Millionen Euro steigen. Wie die Kulturverwaltung am Donnerstag mitteilte, erhalten die Berliner Kulturinstitutionen damit 16,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Löwenanteil davon, zehn Millionen Euro, geht in Tariferhöhungen. Über den Berliner Haushalt sollte am Donnerstag das Abgeordnetenhaus abstimmen.
Mehr Geld bekommen unter anderem die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (1,25 Mio. Euro), die Rundfunk- und Chöre GmbH (1,2 Mio.), die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (1,26 Mio.), die Kulturstiftung der Länder (68 000), die Zentral- und Landesbibliothek (148 000), das Bauhaus-Archiv (230 000), die Tanzensembles Sasha Walz (375 000) und Toula Limnaios (50 000), das Renaissancetheater (100 000), das Theater an der Parkaue (80 000), die Kindertheater Atze (158 000) und Strahl (150 000), das Kino Babylon (30 000) und den Landesmusikrat (44 000).
Die Stiftung Oper in Berlin als Dach für die Staatsoper Unter den Linden, die Deutsche Oper Berlin und die Komische Oper erhält 120,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind 2,4 Millionen Euro für Tariferhöhungen.
Neu in der Förderung sind das Schwule Museum (250 000), die Lyrikline der LiteraturWerkstatt (100 000) und das Theaterhaus Mitte (110 000). Für eine mobile Berliner Kunsthalle stehen insgesamt 600 000 Euro zur Verfügung. Die Provenienzforschung in den Berliner Museen wird ab 2010 mit jährlich 300 000 Euro unterstützt. Für Autorenlesungen in Berliner Schulen und Bibliotheken steht künftig ein Sonderetat von 90 000 Euro zur Verfügung. Der Projektfonds Kulturelle Bildung wird mit jährlich zwei Millionen Euro auch in 2010/11 aufgelegt.
Wegen der niedrigeren Miete beim Deutschen Technikmuseum und geringeren Ausgaben für die Topographie des Terrors stehen für laufende Ausgaben netto 11,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die einmaligen Investitionen in Berliner Kultureinrichtungen belaufen sich für 2010 auf 65 Millionen und für 2011 auf 97 Millionen Euro. Dazu gehören die Sanierung der Staatsoper, der Volksbühne, der Deutschen Oper, des Schillertheaters, des Theaters an der Parkaue und des Märkischen Museums und des Marinehauses. Dazu kommen rund 28 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm II.
Mit dem Etat setze Berlin ein deutliches Signal, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz. «Während andere Länder und Kommunen Theater schließen wollen und an der Kultur sparen, stellt sich die rot-rote Koalition diesem bundesweiten Trend entgegen.»
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