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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Niederländer-Privatsammlung nach Schwerin PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 10. Dezember 2009 um 18:10 Uhr

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Schwerin (dpa/mv) - Der Berliner Kunstsammler Christoph Müller will seine rund 150 niederländischen Gemälde des 16. bis 18. Jahrhunderts dem Staatlichen Museum Schwerin schenken. Das bekräftigte der 71-jährige frühere Verleger des «Schwäbischen Tagblatts» (Tübingen) am Donnerstag anlässlich einer Ausstellungseröffnung mit Niederländer-Zeichnungen in Schwerin. Die Übergabe solle frühestens 2013 stattfinden.   

 

Von den 146 Objekten der Ausstellung «Erfundene Wirklichkeit», die nun bis zum 7. März 2010 in Schwerin gezeigt werden, sind 112 Leihgaben des Kupferstichkabinetts Berlin. Diese Zeichnungen gehörten einst ebenfalls Müller, der im Jahr 2007 dem Kupferstichkabinett eine umfangreiche Schenkung von 240 Zeichnungen und Druckgrafiken machte. Eine später von ihm erworbene Zeichnung soll nach der Ausstellung in Schwerin bleiben. Müller besitzt nach eigenen Angaben die größte Privatsammlung niederländischer Kunst in Deutschland.   

 

Die Absicht, die Gemälde nach Schwerin zu geben, besteht Müller zufolge seit drei Jahren. Das Staatliche Museum verfügt bereits über eine bedeutende Kollektion von Gemälden des «Goldenen Zeitalters» der niederländischen Malerei. Darunter sind Werke von Carel Fabritius, Frans Hals und Jan Brueghel.   

 

Bedingung für die Müllersche Schenkung ist, dass Schwerin die Stücke zeigt. «Die Sachen schenk' ich nicht ins Depot», bekräftigte der Sammler. Noch ist der dafür nötige Platz im Museumsgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert nicht vorhanden. Ein Depot-Neubau und ein Anbau ans Museum sind aber geplant, wie Museumsdirektor Dirk Blübaum betonte. Das Land Mecklenburg-Vorpommern als Träger des Hauses habe die ersten Schritte dafür unternommen. Einen festen Zeitplan gebe es jedoch bisher nicht. «Deshalb heißt es auch frühestens 2013», sagte Müller. Neben Schwerin hat dem Sammler zufolge auch das Museum der Bildenden Künste in Leipzig großes Interesse an der Gemälde- Kollektion.   

 

Die Ausstellung «Erfundene Wirklichkeit» sollte am Abend von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) eröffnet werden, der das Engagement von Müller für Schwerin würdigte. «Wir haben großes Interesse an der Holländer-Sammlung von Christoph Müller», betonte er. «Wir fühlen uns sehr geehrt, dass er uns einen solchen Schatz schenken will.»   

 

Nach Ansicht von Ausstellungskurator Gero Seelig verdienen die filigranen Zeichnungen in der Schau «Erfundene Wirklichkeit» höchste Aufmerksamkeit, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so spektakulär wie Gemälde erschienen. Für Blicke auf Details gibt das Museum Lupen aus. 

 

Zusammenfassung: Iris Leithold, dpa

 

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