| Schau über Biedermeier-Maler Adolph Schroedter |
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| Freitag, 11. Dezember 2009 um 18:43 Uhr | ||
Karlsruhe (dpa/lsw) - Einen der wichtigsten Vertreter der deutschen Genremalerei aus dem 19. Jahrhundert stellt die Städtische Galerie Karlsruhe vor. Unter dem Titel «Adolph Schroedter - Humor und Poesie im Biedermeier» sind 150 Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle und Gemälde des heute weitgehend in Vergessenheit geratenen Künstlers zu sehen. Die Ausstellung beginnt an diesem Samstag (12. Dezember) und dauert bis zum 5. April nächsten Jahres. Sie umfasst zahlreiche Leihgaben aus bedeutenden Museen und ist nach Angaben der Städtischen Galerie vom Freitag die erste Retrospektive seit mehr als 100 Jahren.
Adolph Schroedter (1805-1875) gilt aufgrund seiner politischen Grafiken zur Revolution von 1848/49 auch als einer der Wegbereiter von Comics. 1805 in Schwedt/Oder geboren, war er nach Stationen in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt am Main 1859 auf eine Professur für Ornamentik und Freihandzeichnen am Karlsruher Polytechnikum berufen worden.
Die Schau zeigt die Vielfalt des Künstlers: Alltagsszenen der im 19. Jahrhundert beliebten Genremalerei, kunstvoll ineinander verschlungene Pflanzenranken, Sujets aus der Literatur oder bissige Politkarikaturen. Der Korkenzieher war sein Markenzeichen. Schroedter unterzeichnete damit nicht nur seine Bilder; er war auch ein Hauptmotiv - genau wie der Wein, den er in mannigfaltigen Varianten thematisierte. Seinen Durchbruch erlebte der gelernte Kupferstecher mit literarischen Motiven wie dem «Ritter von der traurigen Gestalt» Don Quijote und dem listig-verschlagenen Falstaff. Mit ihnen war er auf den wichtigen Ausstellungen seiner Zeit regelmäßig vertreten.
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