994VD7Q3Z85H


Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

artefacti® wird zur Marke


artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



Zufallsbild aus meinem Shop

Unseren Feed abonnieren!

Kunst & Kultur

social bookmarks





Adolph Schroedter war Humorist mit Korkenzieher PDF Drucken E-Mail
Freitag, 11. Dezember 2009 um 19:01 Uhr

Share

Von Susanne Kupke, dpa

 

Karlsruhe (dpa/lsw) - Er gilt als «König der Arabeske», war ein früher Gebrauchsdesigner, und einige seiner Arbeiten werden als Vorläufer von Comics gesehen - und doch ist Adolph Schroedter (1805- 1875) heute weitgehend vergessen. Zu Unrecht, meint die Städtische Galerie Karlsruhe. Unter dem Titel «Adolph Schroedter - Humor und Poesie im Biedermeier» widmet sie von diesem Samstag an (12. Dezember) einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Genremalerei eine Ausstellung. Bis zum 5. April nächsten Jahres sind 150 Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle und Gemälde zu sehen, darunter viele Leihgaben aus bedeutenden Museen. Die erste Retrospektive seit mehr als 100 Jahren dokumentiert die Vielfalt des in Karlsruhe gestorbenen Künstlers.   

 

Zu sehen sind Alltagsszenen der im 19. Jahrhundert beim Bürgertum beliebten Genremalerei, kunstvoll ineinander verschlungene Pflanzenranken, Sujets aus der Literatur oder bissige Politkarikaturen. Mal lässt Carl Spitzweg grüßen, mal wähnt sich der Besucher schon im Jugendstil. Schroedter gilt als «Überwinder der Romantik», der die sentimental-romantischen Bilder seiner Malerkollegen oft mit einem Augenzwinkern zu kommentieren scheint.   

 

Der Korkenzieher war sein Markenzeichen. Schroedter unterzeichnete damit nicht nur seine Bilder; er war auch ein Hauptmotiv. Genau wie der Wein, den er in mannigfaltigen Varianten thematisierte: Vom «Rheinischen Wirtshaus» - die dargestellte Schenke wurde später nach dem vom Künstler gestalteten «Pfropfenzieher» umbenannt - über den «Triumphzug des Königs Wein» bis zum «Traum von der Flasche», in dem die Weingeister vom Korkenzieher befreit werden. Dass sich ein Fläschchen nebst Zigarre und Pantoffeln auch auf dem kunstvoll gestalteten Wunschzettel für Weihnachten wiederfindet, versteht sich.   

 

Seinen Durchbruch erlebte der gelernte Kupferstecher vor allem mit literarischen Motiven wie dem «Ritter von der traurigen Gestalt» Don Quijote und dem listig-verschlagenen Falstaff. Mit ihnen war er auf den wichtigen Ausstellungen seiner Zeit regelmäßig vertreten. Beliebt waren auch seine in Frankfurt entstandenen Grafiken zur Revolution von 1848/49; die frechen Lithographien über den fiktiven Abgeordneten Piepmeyer kamen bei Links und Rechts gut an und waren laut Kuratorin Sylvia Bieber die «ersten politischen Comics in Deutschland».   

 

Pflanzen-Ornamente überwuchern immer wieder Schroedters Werke; doch von einem akribisch gemalten riesigen farbenprächtigen Gemälde eines Urwalds wird der Besucher dann doch überrascht. Schroedter, 1805 in Schwedt/Oder geboren, war nach Stationen in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt am Main 1859 auf eine Professur für Ornamentik und Freihandzeichnen am Karlsruher Polytechnikum berufen worden - nach einigen klammen Jahren, in denen der Künstler auch Aufträge annahm, «die man früher stolz von sich gewiesen» hätte.   

 

In der Fächerstadt standen er und seine Frau Alwine - die Blumenmalerin ist auch in der Schau vertreten - bald im Mittelpunkt des hiesigen Künstlerkreises. Zu ihren Einladungen kamen Komponisten wie Johannes Brahms und Dichter wie Josef Victor von Scheffel. Doch auch als arrivierter Hochschullehrer war Schroedter sich für Gebrauchsdesign nicht zu schade - vom Stickmuster bis hin zum Uhren- Entwurf.   

 

Die Ausstellung entstand nach einer Schenkung von Schroedters Urenkel im Jahr 2003, die mehr als 100 Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafiken von Schroedter und Arbeiten seiner Frau Alwine umfasst. Aus der Verpflichtung im Schenkungsvertrag, die Werke öffentlich zu präsentieren, wurde für die Karlsruher ein Glücksfall: Denn das überraschend facettenreiche Gesamtwerk ist aus Sicht der Leiterin der Städtischen Galerie, Brigitte Baumstark, «zu Unrecht zwischen die Zeiten gefallen».

 

Mehr Nachrichten zu Adolph Schroedter



Tags: schroedter  
Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.