| Zeitgenössische Kunst und türkisches Design im MARTa |
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| Freitag, 11. Dezember 2009 um 19:11 Uhr | ||
Herford (dpa/lnw) Von zeitgenössischer Kunst aus Österreich bis zu modernem Design aus der Türkei spannt das Herforder Museum MARTa den Bogen im Jahr 2010. «Mit vier großen Ausstellungen wollen wir das MARTa als einen sehr lebendigen, widersprüchlichen und auch streitbaren Ort der Auseinandersetzung im Bewusstsein halten», kündigte Museumsleiter Roland Nachtigäller am Freitag bei der Vorstellung des Jahresprogrammes an.
Den Auftakt des Ausstellungsreigens bildet vom 29. Januar an eine Präsentation der Werke des 1957 geborenen Österreichers Martin Walde. Walde ist einem größeren Publikum seit seiner Teilnahme an der documenta X (1997) bekannt. Die bisher umfassendste Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland zeigt mit Zeichnungen, Videos, Skulpturen und neuen Installationen die Bandbreite seines Schaffens auf.
Mit Richard Neutra (1892-1970) stellt das Herforder Museum ab Mai einen weltweit tätigen Architekten vor, der zahlreiche Villen für prominente Auftraggeber wie etwa den ZEIT-Verleger Gerd Bucerius entworfen hat. «Dokumentiert werden die letzten zehn Bauten Neutras in Europa aus den 60er Jahren, aber auch sieben Projekte, die nie realisiert und erst jetzt im Nachlass des Architekten entdeckt wurden», sagte Nachtigäller.
Wie setzen sich junge zeitgenössische Künstler mit dem Gefühl der Verunsicherung in Zeiten der Krise auseinander? Dieser Frage widmet sich die Ausstellung «Unsichtbare Schatten», die am 3. September eröffnet wird. Ergänzt werden die aktuellen Arbeiten durch Werke der klassischen Moderne, die wie etwa die Bilder Paul Klees aus dem Jahr 1937 Ausdruck dunkler Vorahnungen sind. Unter dem Titel «Spagat Cold Turkey/Warm Gun» beendet das MARTa das Ausstellungsjahr 2010 mit der Präsentation von modernen Design aus der Türkei. Die Ausstellung ist vom 27. November an zu sehen.
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